Schule feiert den 60. Geburtstag mit Rückblick

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Rektorin Renate Eidems (l) lobte die Architektur des Schulgebäudes, während Tafel mit Illustrattionen von Walter Trier auf den Namensgeber Erich Kästner Foto: Sommer

Wegberg. Ein Kind trägt einen Kuchen mit Kerzen auf die Bühnen, pustet die Kerzen aus und begrüßt die Gäste: „Meine Schule hat Geburtstag.” Anlässlich der Feier zum 60. Geburtstag des Gebäudes der Erich-Kästner-Schule skizzierte Rektorin Renate Eidems deren Geschichte.

1950 wurde der Grundstein gelegt. Alfons Leitl hatte sich damals als Architekt mit seinem Entwurf im Rat der Gemeinde Wegberg hervorgetan und wurde damit in den Fachzeitschriften gelobt. „Der Architekt hatte nach dem Krieg ein Schulgebäude geplant, das sich mit bewusst kindgerechter und humaner Planung von den Lehrkasernen der wilhelminischen Zeit abhob”, so die Rektorin zum Charakter des Gebäudes.

Sie spricht vor allem begeistert von den großen, von Licht durchfluteten Klassenräumen, die alle einen kleinen Vorraum und einen Ausgang ins Freie haben, den hohen Fenstern und dem langen Flur, der den Kindern Orientierung gäbe. „Nicht der Gegenwart sondern der Zukunft gilt die Erziehung der Kinder”, wurde seitdem der Leitspruch und steht seit Jahren auf allen Einladungen der Schule.

Vorschlag von Eduard Schneider

1999 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. 2001 wurde zu einem weiteren Meilenstein der Schule: Vor neun Jahren suchten Eltern, Kinder und Lehrer nämlich einen Namen für die städtische Gemeinschaftsgrundschule. Durchgesetzt hat sich damals der Vorschlag des Ersten Beigeordneten Eduard Schneider. Seitdem ist die Schule nach dem Dichter Erich Kästner benannt. Viele seiner Texte sind mittlerweile geflügelte Worte, an denen sich auch die Schule orientiert.

Einige Schüler zitierten beispielhaft manche dieser Sprüche, darunter: „Die Größe des Menschen hängt nicht von der Größe seines Wirkungsfeldes ab.” Auch die Inhalte seiner Bücher würden der Schule Anhaltspunkte zur Erziehung der Kinder bieten. So habe Erich Kästner vermitteln wollen, dass Kinder sich gegen Fehler der Erwachsenen kritisch äußern sollten - wohl aber in respektvoller und vernünftiger Weise.

Renate Eidem dankte dem Designer Erich Körner, der als Fachberater bei der Anschaffung neuer Tafeln half und der Kunststudentin Christina Körner. Sie verschönerte die Eingangshalle mit einem überdimensionalen Bild von Kästner-Motiven nach dem Illustrator Walter Trier.
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