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Schülerwettbewerb: Von der Torlinientechnik bis zur Pkw-Maut

Von: hewi
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„Jugend debattiert“: Regionalkoordinator Guido Rütten (r.) ehrte die erfolgreichen Teilnehmer des Regionalwettbewerbs am Donnerstag in Hückelhoven. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Soll die Einzelhaltung geselliger Haustiere verboten werden? Soll die Torlinientechnik in der Bundesliga eingeführt werden? Sollen demnächst die Lernmaterialien für Schüler ab der fünften Klasse nur noch in digitaler Form ausgehändigt werden? Soll die Pkw-Maut auf deutschen Straßen eingeführt werden?

Diesen Fragen gingen die Teilnehmer des Regionalwettbewerbs „Jugend debattiert“ am Donnerstag im Hückelhovener Gymnasium nach. Pro und Kontra wurden erörtert, auf Argumente und Fakten folgten Gegenargumente und völlig andere Fakten. 40 Schüler aus Städteregion Aachen und Kreis Heinsberg hatten sich zuvor an ihren Schulen für diese regionale Ebene qualifiziert und hofften nun darauf, den Sprung zum Regionalfinale in Aachen zu schaffen.

Nachdem sie sich in ihren Klassen und in ihrer Schule durchgesetzt hätten, „wollen sie jetzt auch weiterkommen“, wusste Guido Rütten, der den bundesweiten Wettbewerb in der Region seit zwölf Jahren organisiert, zu berichten. Dementsprechend beherzt und gut vorbereitet gingen die Schüler in ihre Debatten. Das war in Hückelhoven an der Qualität der Wortbeiträge und der Gesprächsführung zu erkennen. Jede Debatte wurde von drei Juroren bewertet, wobei natürlich darauf geachtet wurde, dass die Lehrer nicht ihre eigenen Schüler bewerten mussten.

Außerdem hatte jeder Schüler zwei Chancen, um zu punkten. Bewertet wurden Sachkenntnis, Gesprächsfähigkeit, Ausdrucksvermögen und Überzeugungskraft. Jeder Teilnehmer bekam im Anschluss an die Debatte ein Feedback. Da wurden seine Stärken herausgestellt, aber auch Tipps gegeben, wie er sich noch verbessern kann. „In dem Wettbewerb geht es nicht um Eliten“, betonte Rütten. „Vielmehr soll jeder Schüler lernen, sich öffentlich auszudrücken und dabei eine gute Figur zu machen.“ Eine Fähigkeit, die auch im späteren Leben nicht zu unterschätzen sei. Ob sich die Schüler für das Debattieren interessieren würden, hänge – neben der Schule – auch vom Elternhaus ab. Wenn zu Hause ein reger Austausch stattfinde, seien die Schüler dem Thema gegenüber auch aufgeschlossen.

In den Klassen beginnt die Vorbereitung auf den Debattierwettbewerb spielerisch, indem sich die Schüler zuerst nur Bälle zuwerfen. „Sie lernen schnell, dass sie nicht zu fest werfen dürfen und dass dann nur der spricht, der den Ball hat.“ Rund 16 Unterrichtseinheiten mit Gruppenarbeiten und ­ersten Erfahrungen im öffentlichen Vortrag stehen vor dem klasseninternen Wettbewerb.

Bundesweit machen bei „Jugend debattiert“ jedes Jahr bis zu 130 000 Schüler mit. „Ich würde mir wünschen, dass mehr Haupt- und Realschulen an dem Wettbewerb teilnehmen“, sagte Guido Rütten.

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