Kreis Heinsberg - Schüler im Simulationsspiel: „Probleme der Weltpolitik mit anderen Augen gesehen”

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Schüler im Simulationsspiel: „Probleme der Weltpolitik mit anderen Augen gesehen”

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Von den Schülerinnen und Schülern des Berufskollegs Wirtschaft wurde die UN-Generalversammlung simuliert. Es spricht in der Rolle des Wirtschaftsministers von China: Alexander Buding. Foto: Oliver Mobers

Kreis Heinsberg. In der Selfkantkaserne in Geilenkirchen-Niederheid fand die „UN-Generalversammlung” unter Leitung eines 18-jährigen Generalsekretärs statt. Elf Weltregionen verhandelten über die Ausbeutung von Rohstoffvorkommen und Energieressourcen, über Industrie- und Agrarproduktion, schlossen Bündnisverträge und Handelsabkommen.

Vertreter der Weltbank und der Weltpresse sowie von Greenpeace und Amnesty International begleiteten das Geschehen. Regierungschefs, Wirtschafts- und Staatsminister agierten auf der Weltbühne - wie im richtigen politischen Leben.

Unter Anleitung eines Jugendoffiziers, Hauptmann Daniel Kayser, schlüpften die Schülerinnen und Schüler der Klassen GY081 und GY083 aus der Jahrgangsstufe 13 des Berufskollegs Wirtschaft in Geilenkirchen in die Rollen hochrangiger Vertreter von Politik und Wirtschaft. Von Seiten der Schule wurden die beiden Klassen der gymnasialen Oberstufe des Berufskollegs begleitet von Ingrid Budde-Dreßen und Tilli Thul, Lehrerinnen für das Fach Gesellschaftslehre mit Geschichte.

„POL&IS” heißt das große Simulationsspiel zu Politik und internationaler Sicherheit, entwickelt von einem Politikwissenschaftler, angeboten von der Bundeswehr.

Drei Tage lang wurde die Welt von Schülerinnen und Schülern regiert - was in der simulierten Welt mehreren Jahren entsprach. Das erste Jahr wurde von der UN-Generalversammlung eröffnet, in deren Rahmen alle ihre Rollen präsentieren mussten. Wirtschaftliche, politische und militärische Ausgangsdaten für jede Weltregion waren die Grundlage für die Planung eines POL&IS-Jahres. Jede Region wurde mit spezifischen Problemen konfrontiert (zum Beispiel Mafia in Europa, Mädchenmorde in Indien, Supersmog in China oder Krötenplage in Australien), deren Lösungen finanzielle und politische Auswirkungen auf die Folgejahre hatten.

Die Schülerinnen und Schüler handelten unter anderem mit Wertpapieren an der Börse, hielten Vorträge, erstellten Produktionspläne, erarbeiteten Sozialprogramme, kooperierten mit Greenpeace, Amnesty International und der Weltbank, schlossen Verträge, teilweise geheime, immer unter dem wachsamen Auge der Weltpresse, die regelmäßig Schlagzeilen veröffentlichte.

Eine plötzliche Bedrohung des Weltfriedens - veranlasst durch provokante Äußerungen des asiatischen Regierungschefs - führte zu einer spontan einberufenen Sitzung des UN-Sicherheitsrates. Dieser verhängte gegenüber Asien finanzielle Sanktionen - und der Konflikt konnte friedlich gelöst werden.

Die Schülerinnern und Schüler lernten, wie komplex und vernetzt globale Politik ist und welche Verantwortung auf Politikern lastet, da alle ihre Entscheidungen nationale oder internationale Auswirkungen haben.

Das Fazit eines Schülers lautete: „Die drei Tage waren sehr interessant, weil man die Probleme der Weltpolitik mal mit anderen Augen gesehen hat.”
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