Kreis Heinsberg - Schüler debattieren auf hohem Niveau

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Schüler debattieren auf hohem Niveau

Von: cbo
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„Jugend debattiert“: Schauplatz des Regionalwettbewerbs war am Montagvormittag das Städtische Gymnasium in Hückelhoven. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Die Anspannung im Klassenraum des C-Gebäudes vom Hückelhovener Gymnasium war spürbar. Beim Regionalwettbewerb von „Jugend debattiert“ standen sich jeweils zwei Schüler gegenüber, um zur Fragestellung „Sollen Sportler verpflichtet sein, die Nationalhymne laut zu singen?“ mit Pro und Kontra zu debattieren.

Thorsten Petersen von der Betty-Reis-Gesamtschule Wassenberg argumentierte beispielsweise, dass der Freiheitsbegriff die Möglichkeit eröffne, selbstständig zu entscheiden, ob man die Hymne mitsingen wolle oder nicht. Sportler sollten nicht dazu gezwungen werden.

In der Debatte gingen die Schüler zum einen darauf ein, dass das Mitsingen der Hymne Einigkeit und Geschlossenheit ausdrücke und dass sich Spieler mit doppelter Staatsangehörigkeit bewusst für Deutschland entschieden hätten und dadurch auch eine Vorbildfunktion für die Jugend einnehmen, wenn sie mitsingen würden. Die Gegenseite stellte heraus, dass gesetzliche Vorgaben kein Mittel seien, um diese Problematik zu lösen, sondern es müssten Gespräche mit den Spielern stattfinden, um ein Umdenken auszulösen. Als besonders eloquent zeigte sich dabei Tobias Paulus vom Aachener Pius-Gymnasium, der sehr strukturiert und ausdrucksstark für die Kontra-Fraktion argumentierte.

Insgesamt waren bei diesem Regionalwettbewerb nach den vorangegangenen Qualifika­tionsrunden 40 Schülerinnen und Schülern aus elf Schulen des Regionalverbundes Aachen / Heinsberg mit von der Partie. In den Sekundarstufen I und II standen jeweils zwei Themen auf der Agenda. „Sollen Dialekte stärker gefördert werden?“ und „Soll es ein Pkw-Verbot für Autos geben, die zehn Liter auf 100 Kilometer verbrauchen?“ waren die beiden Vorgaben in der Sekundarstufe I, während sich die ältere Schülerschaft – neben dem Thema Nationalhymne – mit der Frage „Soll es für Plastiktragetaschen ein Verbot geben?“ beschäftigte.

Die Fragen waren vom Kuratorium der gemeinnützigen Hertie-Stiftung aus Frankfurt ausgewählt und zehn Tage vor dem Regionalwettbewerb in Hückelhoven ausgegeben worden. Kurz vor Beginn der eigentlichen Debatten fand die Einteilung in die Pro- und Kontra-Fraktionen statt. Nach den Kriterien Sachkenntnis, Ausdruck, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft wurden die jeweils vier Gewinner der beiden Altersstufen ermittelt, die sich für das Regionalverbundfinale am Mittwoch in ­Aachen qualifizierten.

Regionalkoordinator Guido Rütten zeigte sich nach dem Ende dieser Debatten-Runde begeistert: „Es war ein guter Morgen, weil mittlerweile alle Kollegen Routine mit dem Wettbewerb haben. Gleichzeitig befanden sich die Debatten auf gutem Niveau.“

Bei der anschließenden Siegerehrung in der Aula des Hückel­hovener Gymnasiums bekräftigte Rütten noch einmal, dass jeder Teilnehmer als Sieger aus diesem Wettbewerb hervorgehe und etwas für seinen persönlichen Lebensweg mitnehmen könne.

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