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Schlagabtausch: Schüler diskutieren über das Rauchverbot

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Mit der Siegerehrung der Finalisten ging der diesjährige Wettbewerb „Jugend debattiert“ im Berufskolleg Erkelenz zu Ende. Schulleiter Paul Günter Threin (l.) und Schirmherr Bürgermeister Reinhold Pillich aus Wegberg (r.) ehrten Max Dixius, Tim Bröker, Vanessa Kusche und Jan Dieden (v. l.). Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Am Berufskolleg Erkelenz fand die Auswahl für die Teilnahme am Regionalentscheid des Bundeswettbewerbs „Jugend debattiert“ statt. Zwei Schüler qualifizierten sich für die nächste Runde auf dem Weg ins Finale. Mit etwas Glück reicht es für die Teilnahme am Bundesfinale am 28. Juni in Berlin.

Zuerst einmal musste jedoch die Frage geklärt werden, ob die heutige Gesellschaft noch Platz für Raucher und Tabak hat oder ob der gefährliche Suchtstoff völlig aus dem Leben der Deutschen verbannt werden sollte. Gerade an einer Schule mit vielen Heranwachsenden ein durchaus spannendes Thema.

Das fand auch Schulleiter Paul-Günther Threin. „Das Thema hat durchaus eine politische Dimension“, betonte er kurz vor der Verleihung der Siegerurkunden. Die rege Teilnahme an dem Bundeswettbewerb zeige, dass junge Menschen gerne an gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen teilhaben und es verstehen, ihre Meinung auch zu artikulieren.

Das Los entscheidet

Innerhalb der Schule hatten sich Tim Bröker, Max Dixius, Vanessa Kusche und Jan Dieden auch rund 30 Teilnehmern qualifiziert. Am Montag traten sie mit dem Thema „Soll Rauchen und damit auch der Besitz und Genuss von Tabak verboten werden?“ gegeneinander an. Dabei hatte zuvor das Los entscheiden, ob sie für oder gegen ein Tabakverbot in Deutschland in den verbalen Ring treten würden. Schutz der Gesundheit versus Selbstbestimmung.

Alle Debattierenden hatten sich ausreichend mit Fakten und Infos versorgt, um ihre jeweilige Position zu untermauern. Neben rund 40 Schülern lauschte auch der Wegberger Bürgermeister Reinhold Pillich dem verbalen Schlagabtausch. Pillich hatte in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen. Im Anschluss an die Debatte zeigte er sich überrascht und erfreut, wie gut und fair die vier Wettkämpfer gestritten hatten. Vorbereitung sei ebenso wichtig wie die Tatsache, dass man nie den persönlichen Respekt vor dem Gegenüber verlieren dürfe, erklärte er.

Zur dreiköpfigen Jury gehörte auch die Lehrerin Annette Weichert. „An den Vorrunden in den Klassen haben erstaunlich viele Schüler teilgenommen“, erklärte sie. In den Bewertungen waren die Körpersprache und das Diskussionsverhalten ebenso wichtig wie die Wahl der Argumente und Worte. Denn der Gesamteindruck ist letztendlich entscheidend. Und der war bei Max Dixius am besten. Sein selbstbewusstes Auftreten und das Abwägen von Argumenten sowie seine präzisen Aussagen brachten ihm den Sieg. Auf den zweiten Platz schaffte es Timo Bröker. Ihm gab Weichert einen guten Rat mit auf den Weg zum Regionalwettbewerb nach Hückelhoven: „Nicht der, der am meisten redet, ist auch am überzeugendsten.“

Das kann er beim Regionalentscheid im Hückelhovener Gymnasium am 12. Februar gleich umsetzen. Von dort aus kann man sich für den Landeswettbewerb und mit ein wenig Glück und den besseren Argumenten auch für das Bundesfinale in Berlin qualifizieren. Die beiden Sieger am Berufskolleg hatten sich übrigens für ein Tabakverbot stark gemacht.

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