Heinsberg - Schauspieler des KGH präsentieren „Aladin und die Wunderlampe”

alemannia logo frei Teaser Freisteller

Schauspieler des KGH präsentieren „Aladin und die Wunderlampe”

Von: defi
Letzte Aktualisierung:
Der Zauber der Liebe lag in de
Der Zauber der Liebe lag in der Luft, als Aladin (Paul Zielenbach) Prinzessin Djamila (Alena Hermanns), Tochter des Kalifen, auf dem Markt von Bagdad traf. Foto: defi

Heinsberg. Ein Spiel um Liebe und Macht, Zauberkräfte und eine zauberhafte Prinzessin, einen fliegenden Teppich, eine Bauchtänzerin und einen sprechenden Raben führte das Theaterensemble des Kreisgymnasiums Heinsberg auf.

„Aladin und die Wunderlampe” heißt das Stück und entpuppte sich in der Inszenierung von Norbert Paffen, erarbeitet mit den jungen Schauspielern der Oberstufe, als ein Märchen auf hohem literarischem Niveau.

Das Theaterensemble des Kreisgymnasiums macht schon seit Jahren mit Aufführungen wie „Eros und Psyche” nach Apuleius oder Shakespeares „Wie es Euch gefällt” auf sich aufmerksam. Für „Aladin und die Wunderlampe” hatten 30 Schülerinnen und Schüler ein Schuljahr lang geprobt. Die Begeisterung, mit der die Schauspieler ihre Rollen angehen, brachte eine Inszenierung auf die Bühne, die nichts gemein hatte mit Walt Disneys bunter Kinderwelt, sondern eher an eine Fortsetzung der Shakespeare-Aufführungen erinnerte.

Im dritten Jahr ist Jascha Kalbertodt Ensemblemitglied und einer der stärksten Schauspieler der Gruppe. Ein Schauspieler sei dann gut, wenn sein Spiel natürlich aussehe, sagt Regisseur Norbert Paffen, der sich auch nach seiner Pensionierung als Lehrer am KGH um das Theaterspiel an seiner ehemaligen Schule bemüht. Neben Talent gehört viel Arbeit dazu, bis die Rolle sitzt und die Figur zu leben beginnt. Der Schauspielergruppe des KGH gelang es, Erdachtes zum Leben zu erwecken, wie sonst sollte die Dschinnin der Wunderlampe entschlüpfen? Jascha Kalbertodt war für die aktuelle Inszenierung die Rolle des Fashin auf den Leib geschrieben worden. Fashin, ein Bettler auf dem Markt in Bagdad, ist der Erzähler, der das Spiel auf der Bühne begleitet.

Aladin wurde bei der Premiere von Paul Zielenbach gespielt. Er ist im ersten Jahr dabei und bewies eine Bühnenpräsenz und Ausstrahlung, die verblüffte. Ein starkes Duo waren Katharina Hensel und Vivien Bösing als böse Zauberin Bashara und Sabu, ihr weiser Rabe. Es machte Freude, den beiden „Bösen” zuzusehen, wie sie Aladin hinters Licht der Öllampe und in die Schatzhöhle führten.

Gerade noch hatte sich der Straßenjunge Aladin in die schöne Prinzessin Djamila verliebt, da kam die Zauberin mit ihren Versprechungen von Gold und Reichtum gerade recht. Djamila, die Tochter des Kalifen, wurde bei der Premiere von Alena Hermanns dargestellt, ebenfalls eine hervorragende Schauspielerin, die ihre Rolle etwas weltentrückt angelegt hatte - ein schönes Pendant zur bösen Zauberin. Ein extra Applaus gebührte den sechs Felsen, die die Schatzhöhle spielten, aus der Aladin die Wunderlampe für die Zauberin bergen sollte, in der er dann aber gefangen zurück blieb. In sackartige, Felsformationen darstellende Gewänder gehüllt, sorgten die sechs Schauspieler wahrhaft im Schweiße ihres Angesichts für einen szenischen Höhepunkt des Stückes. Dank der Dschinni aus der Wunderlampe, von Chana Lischewski gespielt, geht das Märchen am Ende natürlich gut aus. Nicht zu vergessen sind die Mitwirkenden hinter der Bühne und die Schüler, die zusammen mit ihrem Lehrer Felix Partenzi das Bühnenbild schufen. Die Idee, die Bühnenachse zwischen die Zuschauer zu bauen, machte es möglich, dass die Schauspieler die Bühne aus allen Richtungen betreten und verlassen konnten und das Publikum mitten im Schauspiel saß. Der Premierenabend war leider nicht so gut besucht. Dem Theaterensemble des KGH gebührt dennoch höchste Anerkennung. Es spricht für die Geschlossenheit des Ensembles, dass bei den folgenden Aufführungen die Rollenbesetzungen wechseln. Dann schlüpfen auch mal die Hauptdarsteller in Nebenrollen, und aus dem Aladin Paul Zielenbach wird ein Felsen, immerhin der eine sprechende Felsen im halben Dutzend.

Weitere Aufführungen der Theatergruppe

Am Montag, 2. Juli, 20.30 Uhr, folgt eine weitere Aufführung im Kreisgymnasium.

Und am Mittwoch, 4. Juli, um 20.30 Uhr spielt das Theaterensemble des KGH „Aladin und die Wunderlampe” auf der Freilichtbühne auf dem Burgberg in Heinsberg.

Karten im Vorverkauf gibt es im Sekretariat der Schule und in der Buchhandlung Gollenstede für fünf Euro. Schüler zahlen drei Euro.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert