Erkelenz - Schachturnier: Jüngste trotzt Großmeisterin Remis ab

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Schachturnier: Jüngste trotzt Großmeisterin Remis ab

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Einer der Höhepunkte anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Erkelenzer Schachfreunde war das große Simultan-Turnier mit der U18- und U20- Juniorenweltmeisterin Elisabeth Pähtz. Foto: Koenigs

Erkelenz. Im Rahmen ihrer Jubiläumsfeierlichkeiten begrüßten die Schachfreunde Erkelenz 1959 einen besonderen Gast, nämlich die U18- und U20-Juniorenweltmeisterin im Schach Elisabeth Pähtz. Die Großmeisterin war extra aus Berlin angereist, um im Foyer der Stadthalle gegen 32 Schachspieler aus Erkelenz, Viersen, Hochneukirch und Xanten simultan zu spielen.

Ursprünglich waren es 36 Bretter und Spieler, doch in letzter Minute hatten noch vier Spieler abgesagt, aber auch die restlichen 32 Spieler machten der inzwischen 25-Jährigen das Leben auf dem Brett so schwer wie möglich.

Nach jedem Zug wechselte sie zum nächsten Brett und spielte damit gleichzeitig gegen 32 Konkurrenten. Am Ende verbuchte die Großmeisterin im Schach 18 Siege für sich, einigte sich in neun Partien auf ein Remis und musste fünf Partien als verloren abgeben. Besonders erfolgreich waren die Erkelenzer Spitzenspieler der ersten Mannschaft, hier hatten gleich zwei das notwendige Glück und natürlich auch das Können, Pähtz zur Aufgabe zu zwingen.

Jochen Wigger und Markus Gülpen gewannen ihre Partien, Amir Rezasade, André Kienitz und Jugendspieler Nils Czybik, der offiziell die Stadt Erkelenz und damit den beruflich verhinderten Bürgermeister Peter Jansen vertrat, erreichten jeweils ein Remis und damit zusammen dreieinhalb Punkte aus den fünf Partien.

War es nun Zufall, dass gerade der Repräsentant der Stadt Erkelenz Nils Czybik, der als bester Jugendspieler aus Erkelenz Jansen vertreten durfte war, die beste deutsche Schachspielerin nach mehr als fünf Stunden Spiel in eine 1:1-Situation am Brett brachte, da alle anderen Partien ansonsten schon zu Ende waren?

Czybik ärgerte sich am Ende ein wenig über sich selbst, seine Leichtsinnigkeit und Ungenauigkeit im Mittelspiel, in dem er Vorteile besaß. Aber Elisabeth Pähtz kämpfte sich hier und konnte ein Damen-Endspiel mit zwei gegen drei Bauern abwickeln. Sie war dabei auch bereit, dem Jungtalent aus Erkelenz noch ein paar Tipps zu geben, warum das Endspiel wirklich Remis ist.

Ein Dauerschach mit dreimaliger Stellungswiederholung beendete weit nach 19 Uhr das Simultanturnier, das Bürgermeister Peter Jansen und der 1. Vorsitzende der Schachfreunde Erkelenz André Schmitten um 14 Uhr gemeinsam eröffnet hatten.

Neben den Schachfreunden Kienitz und Wigger konnten auch noch Werner Sielschott (ebenfalls von den Schachfreunden Erkelenz), Jugendspieler Marcel Harff (SG Hochneukirch) und Michael Glinzk (Concordia Viersen) gegen die Großmeisterin ganze Punkte mit nach Hause nehmen. Ein Unentschieden) errangen nach hartem Kampf außerdem Toohin T. Bhattacharyya (SF Erkelenz), Maximilian Drost, Remy-Joel Wexel, Siegfried Coenen (alle SG Hochneukirch), Frank Theissen (SF Heinsberg) und Norbert Weibes (Concordia Viersen).

Am Ende zeigten sich Spieler und Besucher hoch zufrieden über die hervorragenden Räumlichkeiten, die das Foyer der Stadthalle zu bieten hatte. Heinz Nießen und Detlef Schott von den Schachfreunden hatten auf einen Zweikampf mit der Juniorenweltmeisterin verzichten und widmeten sich voll und ganz der Bewirtung zu tun.

Das nächste schachliche Highlight der Schachfreunde steht am Samstag, 23. Mai, auf dem Programm. Dann startet um 15 Uhr ein Schnellschach-Open im Evangelischen Gemeindezentrum an der Mühlenstraße Anmeldungen werden noch bis 15 Minuten vor Turnierbeginn entgegen genommen.
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