Kreis Heinsberg - Sängerkreis Heinsberg ist nur einmal vertreten

Sängerkreis Heinsberg ist nur einmal vertreten

Von: sche
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Die Vielharmonie Tripsrath war der einzige Chor aus dem Sängerkreis Heinsberg, der am großen Volksliederpokalssingen des Chorverbands NRW in Waldfeucht teilnahm. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. Der auch lokal ausgezeichnete Ort Waldfeucht war Austragungsstätte des Volksliederpokalsingens im Chorverband NRW, der einzigen derartigen Veranstaltung.

Das war der Grund, dass Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen ihr von A bis Z beiwohnte, Gäste von weither anreisten, sich dagegen Chöre aus dem Sängerkreis Heinsberg rar machten. Von über 30 nahm lediglich die Vielharmonie Tripsrath teil.

„Unvermeidlicher Umstand”

Der Sängerkreisvorsitzende Michael Gornig beklagte das als offenbar „unvermeidlicher Umstand”. Dafür war das Nachbarland um so stärker vertreten, was wiederum begrüßt wurde. Drei Kropivsek-Chöre traten an. Darunter die Zangvereniging Oranje Schinveld, die auch in Holland top ist.

Von den erreichbaren 25 Punkten erreichte der Chor bis auf Bruchteile alle und war ein Gewinner von vier Goldpokalen. Dazu kamen zwei Silberpokale plus Zusatzpokale für diverse andere Höchstleistungen. So war der Wettbewerb eindeutig zu beschreiben mit Klasse, statt Masse.

Der zirka fünfstündige Verlauf zeichnete sich auch in punkto Besuch und Organisation aus. Der Chorverband reißt immer weitere Tore auf, um allen Musizierenden ein Dach zu bieten. Dazu zählt auch der Tanz und nicht zuletzt dieser Wettbewerb, der allen offen steht, die einmal wissen wollen, wo sie stehen.

Was das Singen selbst betrifft, setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass die meisten Krisen hausgemacht sind. Der moderierende Präsident des Chorverbandes NRW, Hermann Otto, brachte es auf den Punkt. Junge Menschen wollen singen, wenn man es zulässt, was sie singen wollen.

An dieser Aufgabe arbeiten auch die Preisrichter Hermanjosef Roosen und Klaus Levermann. Roosen betreut das Projekt „Choristocats” aus Rheindahlen. 400 Bewerber wurden dafür gecastet. Die Finalisten im Alter von zwölf bis 20 Jahren traten als Lückenbüßer auf und boten Topvorstellungen, an denen niemand vorbeikam. Sie verliehen der Veranstaltung zusätzlichen Glanz.

Jeweils drei Volkslieder

Jeder auftretende Chor bot drei Volkslieder. Beurteilt wurden technische Aufführung und künstlerische Ausführung. Alle beide fanden die Jury im Grunde überzeugend, und das in einer Zeit, wo das Volkslied zunehmend auch unter Beschuss geraten ist. Es gibt Chöre, die sich schlicht und einfach weigern, Volkslieder zu singen. Sie begründen das nicht selten mit Vorbehalten gegenüber den Texten. So kommt dieses Pokalsingen gerade recht.

„Hab mein Wagen vollgeladen”, mit dem sich einst ein deutscher Minister schmückte, das aber holländischen Ursprungs ist, wurde literarisch ausgezeichnet. Der frisch gebackene Meisterchor Waldfeucht ließ sich die Eröffnung nicht nehmen und lieferte dabei unter Luuc Karsten ein brillantes Heimspiel außer Konkurrenz. Es folgten dann Chöre aus Doenrade (NL), Lembeck, Borken, Canto Rinato aus Südlimburg, Tripsrath und Schinfeld.

Auch Sänger von über 80 Jahren

Daran beteiligt waren Sänger von über 80 Jahren, für die der Landespräsident eine Lanze brach. Nie sei einer zu jung oder zu alt zum Singen, erklärte er. Es komme nur auf die Lokalisation an. Er verteidigte auch die Formationsart. Der Wettbewerb unterscheidet nach Chören bis zu 20 Mitglieder und nach oben unbegrenzt. Hauptsache ist der a capella-Gesang.

Michael Gornig, der unermüdliche Vorsitzende, der sich glänzend seiner Regieaufgabe entledigt, erhofft sich neue Impulse für unseren Bereich, räumte aber auch ein, wie schwer es sei. So leicht werde man so einen Landeswettbewerb nicht mehr kriegen.
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