Wassenberg - Rund 40.000 Hennen? Das stinkt den Anwohnern

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Rund 40.000 Hennen? Das stinkt den Anwohnern

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Wassenberg. In der Einladung zur Sitzung des Stadtrats, die am Donnerstag um 18.30 Uhr beginnt, mutet das Thema eher unscheinbar an: „Antrag gemäß §167; 4 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) auf Errichtung eines Legehennenstalls: hier: Sachstandsbericht” heißt es unter Punkt zehn der Tagesordnung.

Welche Brisanz diese nüchterne Beschreibung jedoch vor allem für die Bevölkerung in Birgelen und Rothenbach in sich trägt, zeigte sich am Dienstagabend im Hotel „Rosenhof” in Birgelen. Der Ortsverband Wassenberg von Bündnis 90/Die Grünen hatte dort zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung eingeladen, die rund 60 Teilnehmer zählte.

Landtagsabgeordnete Dr. Ruth Seidl, die für den Abend als Moderatorin fungierte und selbst keinen Hehl aus ihrer Ablehnung des Projekts machte, hatte als Referenten Norwich Rüße aus Steinfurt mitgebracht. Er ist nicht nur Sprecher für Natur- und Landwirtschaftspolitik der Landtagsfraktion, sondern auch selbst als Biobauer in der Schweinezucht aktiv.

Zunächst begrüßte sie jedoch die Besucher im Rosenhof und unter ihnen die Initiatoren der Unterschriftenaktion gegen den in unmittelbarer Nachbarschaft zur Mülldeponie in Rothenbach geplanten Stall für 39.000 Legehennen (unsere Zeitung berichtete). Bereits rund 900 Unterschriften seien vor Ort gegen diese Ansiedlung zusammengekommen, erklärte sie. Die letzten seien am Dienstag von Bürgermeister Manfred Winkens an Landrat Stephan Pusch als Vertreter der Genehmigungsbehörde übergeben worden, erneut zusammen mit einem Fragenkatalog, der aber bisher vom Landrat unbeantwortet geblieben sei, ergänzte später Waltraud Kurth, selbst aktiv in der Unterschriftenaktion.

Sie berichtete auch von mittlerweile knapp 20 Einsprüchen von Anwohnern gegen das Projekt, die in der Kreisverwaltung vorlägen.
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