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Roman Herzog zollte Heinsberg 2013 Respekt

Von: disch
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Alt-Bundespräsident Roman Herzog trug sich am 27. November 2013 ins Goldene Buch der Stadt Heinsberg ein. Über die Schulter schauten ihm Gattin Alexandra Freifrau von Berlichingen, Bürgermeister Wolfgang Dieder (l.) und Sparkassendirektor Thomas Pennartz (r.). Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Alt-Bundespräsident Roman Herzog, der in der Nacht zum Dienstag im Alter von 82 Jahren gestorben ist, hat sich vor gut drei Jahren im Goldenen Buch der Stadt Heinsberg verewigt. Damals war das frühere Staatsoberhaupt auf Einladung der Kreissparkasse zu Gast in der Kreisstadt.

„Der Stadt Heinsberg wie auch dem Kreis Heinsberg, die große Probleme hinter sich haben, gilt mein ganz ehrlicher ­Respekt. Alles Gute für die Zukunft!“ Mit diesen Worten trug sich Roman Herzog in den Abendstunden des 27. November 2013 ins Goldene Buch der Stadt Heinsberg ein.

Der siebte Bundespräsident in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, der das höchste Amt im Staat von 1994 bis 1999 bekleidet hatte, war zum Abschluss der 2013er-Reihe der Sparkassen-Gespräche, bei der das Thema „Werte“ von renommierten Persönlichkeiten beleuchtet wurde, als Redner zu Gast in der Filialdirektion der Kreissparkasse in Heinsberg an der Hochstraße.

Für das Lob, die Anerkennung und die guten Wünsche Herzogs dankte Bürgermeister Wolfgang Dieder: Die Einwohnerinnen und Einwohner Heinsbergs fühlten sich geehrt und seien stolz, dass Roman Herzog, der von seiner Gattin Alexandra Freifrau von Berlichingen begleitet wurde, ihre Stadt besucht habe, so Dieder damals.

Alten Heinsberger, ein hochprozentiges Getränk, das mit hochwertigem Weindestillat und Eifelwasser nach überlieferter Rezeptur von 1895 hergestellt und im Eichenfass gelagert wird, überreichte der Heinsberger Bürgermeister dem Alt-Bundespräsidenten nach dessen Eintragung ins Goldene Buch der Kreisstadt in Form eines Steinkrugs. Roman Herzog freute sich über „Geischtiges“ als Präsent.

Zur Begrüßung hatte der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Thomas Pennartz, an Herzogs berühmte Berliner Rede von 1997, die „Ruck-Rede“, erinnert. Eine Rede, die viel bewirkt habe, wie Pennartz voller Anerkennung feststellte. Doch einen Anschluss an diese berühmte Rede wollte Herzog in Heinsberg nicht herstellen: „Wenn eine Rede abgeschlossen ist, dann ist sie abgeschlossen!“

Im und um das Sparkassengebäude herum herrschte an jenem Abend erhöhte Sicherheitsstufe. Neben Personenschützern war die Kreispolizei mit Kräften vor Ort. Auch Notarzt und Rettungswagen standen in Bereitschaft. Doch ­Herzog – damals im 80. Lebensjahr – hatte in seinem Vortrag erkennen lassen, dass kein Grund zur Sorge bestehe.

Als er auf Beipackzettel von Medikamenten zu sprechen kam, verriet er den mehr als 300 Zuhörern, dass er in jenem Jahr relativ viel mit Ärzten zu tun gehabt habe – mit Erfolg, wie er betonte: „Mir geht‘s gut!“ In seinem Vortrag über „Werte in Gesellschaft und Institutionen“ kam er damals auch auf den Koalitionsvertrag zu sprechen. Er habe ihn noch nicht gelesen, aber wahrscheinlich sei er so formuliert, „dass ich ihn nicht ­verstehen werde – wie den Beipackzettel“, scherzte er.

Im Mercator-Hotel in Gangelt hatte der Alt-Bundespräsident mit seiner Gattin sowie Fahrern und Sicherheitsbeamten Quartier bezogen. Herzog hatte sich ausdrücklich ein Hotel mit ländlichem ­Charakter gewünscht.

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