Roland Koch führt in Oberbruch Dialog mit Betriebsrat

Von: disch
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Sie schauten am Donnerstag in der Ausbildungswerkstatt in Oberbruch angehenden Mechatronikern über die Schulter: Vorstandsmitglied Roland Koch und Betriebsratsvorsitzender Stephan Brückner. Foto: defi

Heinsberg-Oberbruch. Einer der ersten Dienstreisen in seinem neuen Job hat den ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch, der seit Monatsbeginn Vorstandsmitglied des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger Berger ist, am Donnerstagnachmittag nach Heinsberg geführt.

Und zwar zur BIS Maintenance Südwest (früher BIS Hima), Tochtergesellschaft von Bilfinger Berger Industrial Services. Das Reiseziel kam nicht von ungefähr: Stephan Brückner, der im Konzern den Betriebsrat führt, hat am Standort im Industriepark Oberbruch sein „Zuhause”.

Brückner hatte den zukünftigen Vorstandsvorsitzenden und Arbeitsdirektor in spe eingeladen wie auch führende Betriebsräte aus dem Konzern - zum Kennenlernen und Meinungsaustausch. Schon vor seiner Berufung in den Vorstand war für Koch klar, dass eine solche Entscheidung keinen Sinn mache, wenn sie von den Arbeitnehmern nicht mitgetragen werde. So sei er froh gewesen, dass der Aufsichtsrat ihn einstimmig ernannt habe, sagte Koch rückblickend.

Koch und Brückner betonten beide ihr Streben nach einer fairen Sozialpartnerschaft. Es gehe dabei stets um das Wohl des Unternehmens wie der Beschäftigten. Als Beispiel nannte Koch den Bonus, den die Mitarbeiter angepasst an die Entwicklung bei der Dividendenausschüttung für die Aktionäre erhalten würden. Brückner sei ein „sehr guter Partner”, zeigte sich Koch bereits jetzt überzeugt. Ein Partner, der allerdings sehr genau wisse, was er wolle. Das Treffen in Oberbruch war für Brückner auch eine Aufwertung der Arbeitnehmervertretung.

Die BIS Maintenance Südwest versteht sich als Fullservice-Anbieter für die Instandhaltung von Industrieanlagen. Bei einem Rundgang stellte Geschäftsführer Volker Wirkus dem designierten Konzernboss verschiedene Bereiche vor: von spanender Bearbeitung über Maschinen- und Anlagenbau bis Elektrotechnik. In der Ausbildungswerkstatt wünschte Koch angehenden Mechatronikern viel Erfolg für die Zwischenprüfung. Ausbildungsleiter Anton Thuy konnte stolz berichten: „Es ist noch keiner durchgefallen.” Auch eine Versuchsanlage zur Vergasung von Biomasse und Herstellung von „grünem” Wasserstoff nahm Koch in Augenschein.

Das Modell selbstständiger, kleiner Einheiten im großen Konzern, die Leistungen flexibel, schnell und gut - auch vor Ort beim Kunden - erbringen könnten, funktioniere. Dies sei gut für den Standort „und gut für uns”, so Koch. Angetan zeigte er sich von Industrieparks. Eine solche Einrichtung bezeichnete er als privilegierten Platz, Chance und Juwel.

Beeindruckt war der Gast aus der Konzernspitze übrigens von den Schalke-04-Fan-Utensilien im Zimmer von Abteilungsleiter Herbert Görtz, doch bekehren konnte dieser den Eintracht-Frankfurt-Anhänger Roland Koch vor dem Aufeinandertreffen der beiden Klubs am kommenden Samstag nicht. Die Eintracht brauche die Punkte dringender.
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