Wegberg-Beeck - „Rentnerband” sorgt für Sauberkeit und Ordnung

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„Rentnerband” sorgt für Sauberkeit und Ordnung

Von: Günter Passage
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Rüstige Senioren aus dem Wegb
Rüstige Senioren aus dem Wegberger Stadtteil Beeck setzten sich zusammen und nahmen die Dinge selbst in die Hand: Sie sorgen seitdem für Sauberkeit und Ordnung im Ort und werden dafür hoch gelobt. Foto: Passage

Wegberg-Beeck. Nachdem im Jahre 1959 in Beeck die Grundschule „Am Beeckbach” neu gebaut wurde, der die Erweiterung der Katholischen Pfarrkirche (1966) folgte, wurde von der Stadt Wegberg unter Mitwirkung der Bürgerschaft die Gestaltung des Dorfplatzes in Angriff genommen.

Angedacht war vom damaligen Stadtdirektor Bernd Sieben, dass der Dorfplatz Merkmale der geschichtlichen Bedeutung des Ortes Beeck beinhalten solle. Dabei kam dem Wasser eine große Bedeutung zu.

Zum einen floss der Beeckbach durch das Dorf, andererseits gab es große Wasserflächen an Haus Beeck sowie die Flachsrösten inmitten des Bruchgeländes. Erste Überlegungen gingen in Richtung eines Wasserbrunnens. Schließlich einigten sich alle Beteiligten auf einen Dorfweiher.

Genügend Platz vorhanden

Genügend Platz war vorhanden: Aus dem früheren Schulhof, als auch dem früheren Bruchgelände - hier gab es schon einmal in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts einen Weiher - ging letztlich der heutige Dorfplatz hervor. Im Jahre 1987 war es endlich so weit: Der neue Dorfplatz konnte der Bürgerschaft übergeben werden. Allerdings beinhalteten die Abmachungen des Dorfausschusses, dass die Pflege des neuen Geländes künftig in Eigenleistung von den Bürgern Beecks zu realisieren sei.

Dieses nahm ein Anzahl in die Jahre gekommenen Beecker Senioren zum Anlass, die „Rentnerband” zu gründen. Initiator war Hermann-Josef Bröker, der in Dieter Schlösser, Josef Simons Heinrich Engels und mit dem noch lebenden Peter Wilms, Mitstreiter fand, die sich den neuen Aufgaben stellten. Seither treffen sich die Mitglieder jeden Mittwochnachmittag, um im Bereich des Ortskerns für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen.

Treffen im Geräteraum

Doch auch das Gesellige kommt bei den beteiligen Senioren nicht zu kurz. Nach getaner Arbeit treffen sich die Herren im Aufenthalts- und Geräteraum im Bereich der Grundschule zum Nachmittagskaffe. Ausklingen lassen die Herren ihren wöchentlichen Arbeitseinsatz mit einer Runde Tuppen.

Die Installation der Weihnachtsbeleuchtung auf dem Beecker Kirchplatz wurde im Laufe der Zeit von der Gruppe mit übernommen. Auch für den Blumenschmuck an den vier Plakatträgern innerhalb des Ortes sind die mittlerweile Senioren verantwortlich. Doch nicht nur aus der Beecker Bürgerschaft erhalten die noch „rüstigen Jungs” Lob und Anerkennung: Eine große Ehre wurde der Truppe zu teil, als der Heimatverein Beeck 1990 die Leistungen der Rentnerband mit der Verleihgung des Flachsmarktpreises würdigten. Im darauffolgenden Jahr erhielten sie den Sonderpreis des Kreises Heinsberg im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden” für die Pflege der Grünanlagen. Zwei Jahre später errangen sie im gleichen Wettbewerb den Sonderpreis für die Gestaltung der Ortskerns. Schließlich gab es im Jahre 1996 für die besonderen Verdienste den Umweltpreis der Stadt Wegberg.

Einmal jährlich gehen die Herren auf Reisen: Ziele sind dann immer wieder besondere Orte am Niederrhein. Diese „Betriebsausflüge” waren von Beginn an Bestandteil der Arbeitsgemeinschaft.

Nun feierten - bei der musikalischen Umrahmung durch den Musikverein Rath-Anhoven - die Herren samt der zahlreichen Gäste im Beecker Pfarrsaal gemeinsam das 25-jährige Bestehen dieser Gemeinschaft. Mit ein paar launigen Worten begrüßte Lothar Schlagheck die Anwesenden. Im Anschluss an ein gemeinsames Abendessen würdigten Pfarrer Huu Duk Tran und Bürgermeister Reinhold Pillich den persönlichen Einsatz dieser Ehrenamtler. Gleichzeitig sicherte Pillich den Mitgliedern auch weiterhin die Unterstützung der Stadt Wegberg zu. Gar ihren persönlichen Einsatz bot Ehrenbürgermeisterin Hedwig Klein den aktiven Beecker Senioren an. Gegen Ende überraschte Grundschulleiter Georg Wimmers alle Anwesenden mit einem auf die Rentnerband komponierten Lied. „Dat sind die Männ von de Rentnerband, die in Beäk jedder kennt”. Letztlich war es Dorfausschuss-Vorsitzender Herbert Fervers, der in seinem Schlusswort sagte: „Schön, dass es euch gibt”!
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