Rekord bei der Wahl zum Presbyterium

Von: anna
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Überwältigt von der großen
Überwältigt von der großen Teilnahme an der Briefwahl für das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde in Heinsberg sind die Pfarrer Sebastian Walde (links) und Günter Rosenkranz. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Alle vier Jahre, immer im Jahr der olympischen Sommerspiele, wählen die Kirchengemeinden der evangelischen Kirche im Rheinland ihre neuen Leitungsgremien, die sogenannten Presbyterien. Der Pfarrer gehört diesem Gremium automatisch an, ist also geborenes Mitglied.

Er hat aber im Presbyterium nur eine Stimme, wie jedes andere Mitglied auch. „So leitet die Pfarrerin oder der Pfarrer nicht die Gemeinde, sondern die Gemeinde leitet sich in der Verantwortung gegenüber Gottes Wort selbst”, erklärte der Heinsberger Pfarrer Sebastian Walde in einem gemeinsamen Pressegespräch mit seinem Kollegen Günter Rosenkranz zur anstehenden Wahl am kommenden Sonntag, 5. Februar.

Während vor vier Jahren in Heinsberg gar keine Wahlen stattfinden konnten, weil sich nicht genügend Kandidaten für dieses Ehrenamt fanden, stehen jetzt elf Kandidaten auf der Kandidatenliste, die für die beiden Pfarrbezirke Heinsberg und Oberbruch gilt. Zehn Plätze sind im Gremium zu besetzen. Jeder Wahlberechtigte darf auf seinem Wahlzettel also bis zu zehn Kreuze machen.

Neu ist bei dieser Wahl zudem, dass die 4504 Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde erstmals nicht nur eine Postkarte mit der Information über Ort und Zeit der Wahlmöglichkeit erhalten haben, sondern per Post gleich die kompletten Wahlunterlagen mit der Möglichkeit, direkt per Brief zu wählen. Das ist eine neue Möglichkeit, die die evangelische Kirche im Rheinland bietet und die in Heinsberg direkt in die Tat umgesetzt worden ist.

„Jetzt hat jeder die Möglichkeit, direkt im Briefwahlverfahren seine Stimme abzugeben und muss dafür keinen Antrag mehr stellen”, so Sebastian Walde. Dies sei zwar mit erheblichen Kosten verbunden und mit einem großen Mehraufwand für die ehrenamtlichen Helfer. Aber der Erfolg ist schon jetzt absehbar.

Allein bis Dienstagmittag waren im Pfarrhaus bereits mehr als 400 Briefwahlunterlagen wieder eingegangen. Und so reichte die eine bei der Stadt ausgeliehene Wahlurne nicht mehr aus, eine zweite musste sogar her. „Das steht über allem, was wir hier in Heinsberg jemals erlebt haben”, sagt der Pfarrer und freut sich.

Wer noch mit den Unterlagen, die ihm per Post zugestellt worden sind, von der Briefwahl Gebrauch machen will, kann die Briefe bis Samstag, 4. Februar, um 16 Uhr im Gemeindebüro abgeben.

Die Wahllokale sind dann am Sonntag, 5. Februar, geöffnet, in Oberbruch, Boos-Fremery-Straße 81, von 11 bis 13 Uhr, und in Heinsberg, Erzbischof-Philipp-Straße 12, von 16 bis 18 Uhr.

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