Regionaldekan findet die Aktion des Bischofs „total stark”

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Regionaldekan Gottfried Maria Graaff (l.) und Heinz Nießen, für die Region Heinsberg Mitglied im Kirchensteuerrat des Bistums Aachen, stellten am Donnerstag auch das Plakat der Aktion „Glück” vor. Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Mit dem kleinen Wort „Glück” ist eine Informationsaktion überschrieben, in der sich Aachens Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff bei allen Katholiken im Bistum für die von ihnen gezahlte Kirchensteuer bedanken will.

„Der Mensch ist für die Glückseligkeit geschaffen”, eine Aussage von Papst Johannes Paul II., war Vorlage für den Titel der Kampagne. Regionaldekan Gottfried Maria Graaff und Heinz Nießen, Vertreter der Region Heinsberg im Kirchensteuerrat des Bistums, stellten sie am Donnerstagnachmittag im Rahmen eines Pressegesprächs im Haus der Caritas in Heinsberg vor.

Am Mittwoch, 16. März, wird ein Dankesbrief des Bischofs zusammen mit einem kleinen Informationsblatt an 640.000 Haushalte im Bistum versandt. „Das finde ich total stark”, erklärte Graaff dazu und ergänzte, er sei von Anfang an ein großer Befürworter dieser Aktion des Bischofs gewesen. Sie ermögliche es, innezuhalten, Dank zu sagen und zugleich aufzuzeigen, welche Möglichkeiten die katholische Kirche dank der Kirchensteuern habe. Sie werden derzeit für 2010 im Bistum Aachen auf 181 Millionen Euro hochgerechnet. Die endgültige Summe soll im Mai feststehen.

„Die Kirchensteuer ist unsere wichtigste Einnahmequelle, um das Evangelium weiterzugeben und Menschen in Not beizustehen”, so der Regionaldekan. Mit 82,8 Millionen Euro erhalten demnach die Kirchengemeinden den größten Anteil der insgesamt 181 Millionen Euro Kirchensteuer. In Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen, Katechetisches Institut fließen 25,3 Millionen Euro, in die Seelsorge und Beratung 20,7Millionen Euro, in die Arbeit der Caritas 10,5 Millionen Euro und in die kirchliche Erwachsenenbildung und Jugendarbeit 11,4 Millionen Euro.

Durch die Aktion werde zugleich deutlich, wo die katholische Kirche überall präsent sei, erklärte Graaff. Das könne sie nur sein aufgrund dieser verlässlichen Einnahmen. Ansonsten werde es schwierig, die über die rein „territoriale Seelsorge” in den Kirchengemeinden hinausgehenden, sogenannten subsidiären Aufgaben zu erfüllen. Dank der Steuern seien aber auch weiterhin große Projekte möglich, nannte er zum Beispiel den „Zug der Erinnerung”, der auch im Kreis Station macht, oder das geplante Camp für Messdiener. Auch die Arbeit katholischer Schulen wie die des Gymnasiums St. Ursula würde sonst wegbrechen. „Und das wäre ein großer Verlust”, ergänzte Nießen.

Im Kirchensteuerrat wird über die Verwendung der Steuern beraten und entschieden. „In engem Kontakt mit Bischof und Verwaltung”, betonte Nießen. Dort werde auch „heiß diskutiert”. Aber es sei immer ein positiver Streit, „um zu guten Ergebnissen zu kommen”.

Wo gibt es weitere Informationen?

Über die Informationsaktion hinaus will die Kirche mit den Katholiken ins Gespräch kommen. Dafür wird vom 18. bis 25. März ein Servicetelefon eingerichtet, das täglich von 9 bis 20 Uhr unter Telefon 0241/452-322 erreichbar sein wird.

Weitere Informationen bietet eine knapp 30-seitige, auf Anfrage erhältliche Broschüre im Format DIN A5. Sie soll anhand von Beispielen aus sechs Lebensbereichen, „dass die Kirche für das Glück der Menschen und für wichtige Angebote in ihren jeweiligen Lebenskontexten steht”, so Bistum-Pressesprecher Franz Kretschmann.

Im Mai soll eine Fragebogenaktion der Katholischen Fachhochschule in ausgewählten Gemeinschaften der Gemeinden folgen, um den Erfolg der Aktion zu prüfen und den Dialog weiter zu pflegen. „Wir sehen diese Kampagne als Einstieg und wollen ein Gespür dafür entwickeln, wie wir mit den Katholiken vor Ort in Kontakt bleiben können”, betonte Kretschmann. Die Kosten für die Aktion belaufen sich nach seinen Angaben auf 60 Cent pro Haushalt.

Weitere Infos gibt es im Internet unter http://www.kirchensteuer-aachen.de.
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