Rat und Unterstützung helfen Schwangeren

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Die AWO-Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte, Familienplanung und Sexualität besteht seit zehn Foto: zeigt Einrichtungsleiterin Birgit Görtz und Geschäftsführer Andreas Wagner.

Kreis Heinsberg. Die Beratungsstelle für Schwangerschaftskonflikte, Familienplanung und Sexualität der Arbeiterwohlfahrt in Hückelhoven feierte zu Jahresbeginn ihr zehnjähriges Bestehen. Ihr Angebot beinhaltet - neben Beratung und Begleitung während der Schwangerschaft und nach der Geburt - auch Schwangerschaftskonfliktberatung, Sexualberatung und sexualpädagogische Seminare in Schulen und pädagogischen Einrichtungen.

Stetig anwachsende Fallzahlen zeigen, dass die Angebote der Beratungsstelle auf große Nachfrage stoßen. Wurden im Jahr der Eröffnung 2001 noch 226 Ratsuchende gezählt, wandten sich 2010 bereits 543 Frauen und Männer mit Fragen an die Beratungsstelle.

Die Erhöhung der Fallzahlen sei vor allem auf die gestiegene Zahl der allgemeinen Schwangerschaftsberatungen zurückzuführen, so die Leiterin der Beratungsstelle, Birgit Goertz. Da habe sich insbesondere die Nachfrage nach Mitteln aus der Bundesstiftung „Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens” stetig erhöht. Im Jahr 2010 konnten so 216 Frauen durch Vermittlung der Beratungsstelle finanziell unterstützt werden. Auch nach der Geburt werden die Mütter und Väter nicht alleine gelassen: Sie können sich bis zum dritten Lebensjahr des Kindes an die Beratungsstelle wenden.

Die Anzahl der Schwangerschaftskonfliktberatungen ist in den zehn Jahren relativ konstant geblieben. Jährlich wenden sich zwischen 130 und 170 Frauen Hilfe suchend an die Beratungsstelle. „Es gibt fast immer mehrere Gründe, die Frauen in einen Schwangerschaftskonflikt treiben”, betont Birgit Goertz.

Häufig seien finanzielle Sorgen oder die berufliche Situation, aber auch die ablehnende Haltung des Kindesvaters Gründe für die Entstehung des Konflikts. „Wir wollen alle Unterstützungsmöglichkeiten und Hilfen aufzeigen, die der Frau die Entscheidung für das Kind erleichtern kann. Allerdings ist die Beratung aber auch immer ergebnisoffen, das heißt, die Entscheidung, ob die Schwangerschaft fortgesetzt oder aber ein Abbruch gemacht wird, trifft die Frau immer selbst.” Die Gespräche vor einem etwaigen Schwangerschaftsabbruch sind gesetzlich vorgeschrieben und grundsätzlich vertraulich.

Die Beratungsstelle ist zu finden in der Stadt Hückelhoven an der Bauerstraße 38 und zu erreichen entweder per E-Mail an schwangerschaft@awo-hs.de oder unter Tel. 02433/901-701. Termine gibt es von montags bis freitags zwischen 8 und 16 Uhr sowie nach Vereinbarung.
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