Heinsberg-Randerath - Randerath: Wieder abendliche Proteste

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Randerath: Wieder abendliche Proteste

Von: disch
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Randerath
Der Landesklinik in Langenfeld, die ihn aufnehmen sollte, erteilte Karl D. am Donnerstag eine Absage. Die Aufnahmebedingungen passten ihm offenbar nicht. Foto: ddp

Heinsberg-Randerath. Auch am Wochenende wurde in Randerath gegen den Aufenthalt von Karl D. protestiert. Der aus der Haft entlassene und weiter als gefährlich eingeschätzte Sexualstraftäter lebt dort bekanntlich zurzeit bei seinem Bruder.

Die Zahl der Demonstranten wurde von der Polizei-Pressestelle für alle Abende - sowohl am Freitag wie auch am Samstag und Sonntag - mit etwa 40 bis 50 angegeben. Alles sei friedlich verlaufen. Verstärkung erhielt die Polizei diesmal von Einheiten aus Aachen, Bochum, Wuppertal und Mönchengladbach.

Bei der Observation von Karl D. ist es am Samstagvormittag zu einem Zwischenfall in Hückelhoven-Hilfarth gekommen. Auf Anfrage bestätigte die Polizei, dass es zu einer Berührung zwischen dem Wagen des Bruders und einem Zivilfahrzeug der Polizei gekommen sei.

Das Fahrzeug des Bruders sei verfolgt worden und sollte zur Kontrolle angehalten werden. Karl D. sei aber nicht im Auto gewesen. Beim Zusammenstoß sei Sachschaden entstanden, aber niemand verletzt worden. Da ein Ermittlungsverfahren laufe, könnten keine näheren Angaben gemacht werden.

Vor dem Hintergrund des Randerather Falls hat die Vorstandssprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen, Birgit Ummelmann, gefordert: „Wir brauchen eine vernünftige Diskussion darüber, wie Sicherheitskräfte und Politik mit gefährlichen Straftätern umzugehen haben. Und wir brauchen auch eine Diskussion darüber, wie Kinder wirklich wirkungsvoll vor Sexualstraftätern geschützt werden können, auch solchen, die nicht via Medien in die öffentliche Wahrnehmung rücken.”

Ihr Vorstandskollege Rainer Rißmayer ergänzte: „Wir Grüne werden deshalb noch im April eine Fachveranstaltung zu dem heiklen Themenkomplex organisieren und wünschen uns eine rege Beteiligung aller, die sich ernsthaft Gedanken über die Gefährdungen unserer Kinder, aber auch über die Wahrung unseres Rechtsstaates machen.”
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