Rainer Hensen steht an der Spitze der Köche im Kreis

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Viel vorgenommen für die nächsten Wochen im Zeichen des 25-jährigen Bestehens haben sich Sternekoch Rainer Hensen (links), Küchenchef Alexander Wulf und das gesamte Team der Burgstuben-Residenz in Randerath.

Heinsberg-Randerath. Er steht an der Spitze der Köche im Kreis Heinsberg - spätestens seit November 2002, als ihm der Gourmetführer Michelin damals einen der begehrten Sterne verliehen hat: Rainer Hensen. Dass seine Burgstuben-Residenz auch eine gastronomische Tradition in der Region verkörpert, wird sich im September beim Jubiläum zeigen.

Denn der vom kleinen Gasthof zum Gourmet-Tempel avancierte Betrieb feiert sein 25-jähriges Bestehen.

Die Geschichte der Burgstuben-Residenz begann, als Rainer Hensen im Januar 1986 das Haus Nummer 50 an der Feldstraße in Randerath kaufte. Innerhalb eines halben Jahres wurde es mit viel Eigenleistung saniert. Von Anfang an sollte dann alles frisch auf den Teller.

„Dass man vor allem in Stoßzeiten auf sein Essen warten musste, weil es ganz frisch zubereitet wird, hat zu Beginn für Irritationen bei einigen Gästen geführt”, erinnert sich Hensen. Doch das Restaurant erfreute sich großen Zuspruchs und war meist ausgebucht.

Die Küche wurde weiter entwickelt, die Weinkarte ausgebaut. 1992 erfolgte der erste Umbau. Die Küche zog in einen neuen Raum, was mehr Platz für das Restaurant schuf. Dieses wurde in Raucher- und Nichtraucher-Bereich getrennt - ein Schritt, der von der Burgstuben-Residenz als einem der ersten Gastronomie-Betriebe in Deutschland vollzogen wurde.

Hensen verfeinerte seine Küche beständig und begann, mit Freunden bei Freunden in Südfrankreich zu kochen. 1995 erfolgte ein weiterer Umbau. Das zu dieser Zeit eröffnete Restaurant Trattoria wurde 1999 wieder geschlossen. „Der Kontakt zum dortigen Team war mir zu indirekt”, so Hensen heute.

Zwischenzeitlich wurde er zum Weinsammler, sodass seine Karte heute rund 600 Sorten kennt, die großflächig in Kühlschränken präsentiert werden. 2002 erhielt die Burgstuben-Residenz dann den ersehnten Michelin-Stern. Seit 2006 zählt das Restaurant ohne Unterbrechung zu den Top 100 in Deutschland.

Aus Anlass des Jubiläums laden Rainer Hensen und seine Frau Rosemarie am 10. und 11. September zu einem Sommerfest ein. Zwei Benefiztage folgen am 17. und 18. September. „Mein Team und ich laden ein zu Ochsenfilet und Steinbutt vom Grill, frischem Hummer, Delikatessen an Austern- und Champagnerbar sowie knackigem Gemüse von Biobäuerin Annelise Jumpertz”, betont Hensen und verspricht darüber hinaus noch viele weitere „kulinarische Highlights aus der gesamten Schaffenszeit der Burgstuben-Residenz.”

Alles in allem will er die Feinschmecker der Region mitnehmen auf eine „lukullische Entdeckungsreise”, die bei Weinsammler Hensen natürlich auch „hochkarätigen Genuss im Glas” bedeutet. „Und wer mag, darf an diesen Tagen natürlich bei uns auch in brutzelnde Töpfe und prasselnde Pfannen schauen”, erklärt er.

Gepaart sind Sommerfest und Benefiztage mit einer Ausstellung von Skulpturen, Objekten und Fotografien des Künstlers Jochen Rüskens, der in Wegberg lebt und in Erkelenz arbeitet. Er hatte auch die Idee zu den Benefiztagen, deren Nettoerlös der Rurtal-Schule in Oberbruch, der Förderschule des Kreises Heinsberg mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung, zugutekommen wird.

So hat Landrat Stephan Pusch die Schirmherrschaft über die Benefiztage übernommen. Zum Programm gehören dabei neben den kulinarischen Angeboten auch von Wolfgang Derichs moderierte Interviews und Auktionen.

Seine Gesprächspartner werden sowohl eine Biobäuerin und ein Schweinezüchter sein als etwa auch ein Winzer oder Holger Berens, Sternkoch im Düsseldorfer Restaurant Berens am Kai. In den Auktionen, deren Gesamterlös der Rurtal-Schule zugedacht ist, werden zum Beispiel Weine mit limitierten Künstleretiketten versteigert, darüber hinaus auch Kunstobjekte sowie „Rainer Hensen selbst, aber mehr wollen wir noch nicht verraten”, so Moderator Derichs.

Der Gesamterlös der Benefiztage, die von der Kreissparkasse finanziell unterstützt werden, soll für die Anschaffung sogenannter Moonwalker, „einer Mischung aus Laufrad und Roller” verwendet werden, wie der neue Schulleiter Volkmar Gilleßen und sein Vorgänger Bernd Schleberger im Rahmen der Vorstellung des Benefizprogramms erläuterten.

Sternekoch Rainer Hensen und sein Team von der Burgstuben-Residenz präsentieren sich auch in diesem Jahr wieder beim Schlemmer-Markt Rhein-Maas auf dem Wassenberger Roßtorplatz, der ab Donnerstag für vier Tage zum Mekka der Feinschmecker wird.

Im Programmheft des Schlemmer-Marktes verrät er nicht mehr über seine Angebote, als dass es „überraschende saisonale Küche” sein wird. Ein paar Details hat er jetzt aber doch preisgegeben. „Wir sind mitten in der Pfifferlingzeit.” Hacksteaks aus der Schulter des Duroc-Schweins wird es geben mit handgeschabten Spätzle, Angus-Fleisch und Wildgarnelen an Mango-Gurken-Chutney, vielleicht auch Jakobsmuscheln und Austern.

„Aber nur wenn ich sie ganz frisch bekomme!”, so Hensen. Abgerundet werden die Gaumenfreuden mit Limonenparfait und Crème Brulée.

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