Querelen beim Kreisverband der Linken

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Kreis Heinsberg. „Was will Die Linke?” lautete der Titel einer Informations- und Diskussionsveranstaltung, zu der der Kreisverband der Partei ins Wassenberger Hotel „Zur Rennbahn” eingeladen hatte.

Zu Gast war Sevim Dagdelen, Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion aus Bochum. Doch es stand an diesem Abend auch die Besetzung der Position des Kassierers an. Die Neuwahl war nötig geworden, weil Manfred Mingers, zuvor Schatzmeister, vor einem halben Jahr zum Sprecher des Kreisverbandes gewählt worden war. Seitdem hatte Dieter Meurer, Beisitzer im Vorstand, das Amt kommissarisch inne. Bei der Wahl, in der er dann offiziell für diesen Posten kandidierte, sah er sich bei 43 Teilnehmern an der Versammlung dann plötzlich gleich sechs Gegenkandidaten gegenüber.

„Das ist die Strategie einer bestimmten Gruppe”, erklärte Mingers dazu am Rande der Versammlung. „Das ist Demokratie”, betonte Meurer, deutete aber schließlich Querelen innerhalb des Kreisverbandes an: „Das ist eine schwelende Geschichte.” Diese hätten ihren Ausgangspunkt in der Diskussion um die inhaltliche Ausgestaltung einer Wahlkampfveranstaltung im Vorfeld der letzten Bundestagswahl in Geilenkirchen gehabt, erklärte er.

Nachdem Frauen eine Auszeit beantragt und sich auf eine der zuvor drei Kandidatinnen geeinigt hatten, konnte sich Meurer schließlich unter den verbliebenen fünf Kandidaten mit absoluter Mehrheit (25 Stimmen) durchsetzen. „Ich hoffe, dass wir gemeinsam jetzt zur Ruhe kommen”, erklärte er, als er die Wahl annahm.

Dagdelen stellte anschließend die Kernthesen des 62 Seiten starken Landtagswahlprogramms vor. Danach präsentierten sich die beiden regionalen Direktkandidaten der Partei für die Landtagswahl. Im Südkreis stellt sich Michael Schreiner zur Wahl. 1981 in Heinsberg geboren, lebt der Heilerzieher, der bei der Lebenshilfe arbeitet, in Oberbruch. Zur Partei gehört er seit 2006. Seine politischen Schwerpunkte sieht er in der Bildungspolitik, in Migration und Integration sowie im Antifaschismus. Aber auch ein Mindestlohn von wenigstens zehn Euro gehört zu seinen Forderungen.

Im Nordkreis kandidiert Olaf Renner aus Ratheim. Der 1967 in Hilfarth geborene Maurermeister schulte zum Ergotherapeuten um und hat im vergangenen Jahr im niederländischen Heerlen ein Bachelor-Studium in Health Occupaional Therapy abgeschlossen. Seit 2008 gehört er der Partei an. „Ich kämpfe gegen den Sozialkahlschlag und für die Durchsetzung sozialer Alternativen”, fasste er seine Forderungen im Wahlkampf zusammen.
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