Quelle-Artikel müssen raus

Von: Simone Dolfus
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Marion Mattheis ist enttäuscht: Nach dem endgültigen Aus für Quelle muss sie sich einen neuen Geschäftspartner für ihren bislang florierenden Versandshop suchen. Foto: Dolfus

Heinsberg. „Quelle geht - Tee und alles andere bleibt”: Marion Mattheis muss ihren Versandshop an der Liecker Straße in Heinsberg nach der Abwicklung des Quelle-Konzerns komplett umstellen. Die 47-Jährige betreibt als selbständige Unternehmerin seit 2002 den Quelle-Shop.

Nun wird ihr nur noch das zweite Standbein, die in den Shop integrierte Tee-Oase, bleiben. Bis auf ein Schreiben, in dem sie seitens des Unternehmens angewiesen wurde, keine Ratenzahlungen mehr zu akzeptieren, hat sie keine Informationen aus Fürth erhalten. „Ich bin schon traurig darüber, dass man uns nicht früher über den Stand der Dinge informiert hat”, ist Mattheis enttäuscht.

Vorerst geht in ihrem kleinen Laden der Verkauf weiter. Was vor Ort verfügbar ist, soll an den Mann oder die Frau gebracht werden. „Wenn Quelle die Waschmaschine, die hier im Laden steht, vom Spediteur abholen und in ein Lager bringen lassen muss, ist das auch nur wieder mit Kosten verbunden”, erklärt die Geschäftsfrau, dass sie alles abverkaufen will und soll.

Darüber hinaus sind die Lagerbestände des einstigen Vorzeigeunternehmens noch zu haben. Mattheis nimmt hierfür noch Bestellungen entgegen - so lange der Vorrat reicht, wie es so schön heißt. Für Privatbesteller werde es bereits schwer, Ware selbst zu ordern. „Die Bestellung über die Internetseite funktioniert nur noch sehr schlecht”, hat sie von ihren Kunden gehört. Vermutlich ist das eine Folge des Schnäppchen-Ausverkaufs, der dort aktuell läuft.

„Nächste Woche kommt der Bezirksleiter von Otto”, sucht sich Marion Mattheis jetzt Alternativen. Vom Teeverkauf allein könne sie nicht leben. Sie werde deshalb wohl „Bestellannahme” für den Konkurrenzkonzern. Aber das ist nicht dasselbe wie ein „Shop”. „Ich habe dann keine Ausstellware mehr im Laden. Da muss ich mir noch etwas anderes überlegen.” Abwarten und Tee trinken ist für sie jedenfalls keine Alternative.
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