Kreis Heinsberg - Pubertät: Pädagogen und Eltern sollten „Ruhe bewahren”

Pubertät: Pädagogen und Eltern sollten „Ruhe bewahren”

Von: defi
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„Wie viele Tüten Süßigkeit
„Wie viele Tüten Süßigkeiten wiegt das menschliche Gehirn?” Dies fragte der Pädagoge Peter Köster bei seinem Vortrag in Heinsberg. Eine Tüte gab es zur Belohnung - für das Nachdenken. Foto: defi

Kreis Heinsberg. „Ruhe bewahren, es wird alles wieder gut, es dauert nur ein bisschen!” Diesen wertvollen Rat gab Peter Köster, Pädagoge aus Roetgen, den Zuhörern bei seinem Vortrag „Achtung Umbauarbeiten!

Was ist bloß mit unseren Kindern los?”, der sich mit der schwierigen Phase der Pubertät befasste, mit auf den Weg. Der große Saal der Kreissparkasse in Heinsberg an der Hochstraße war voll. Der Zeitungsverlag Aachen hatte zu dieser Abo-plus-Veranstaltungen eingeladen. Zahlreiche Pädagogen und „leidgeprüfte” Eltern waren der Einladung gefolgt.

Peter Köster ist mehrfach begabt: Fach- und Hauptseminarleiter am Studienseminar Köln, Studiendirektor am Einhard-Gymnasium in Aachen sowie Lehrbeauftragter an der Universität Köln. Mit seinen Vorträgen ist er mittlerweile in ganz Deutschland auf Tour, um seine Botschaft zu verbreiten: „Teenager sind liebenswerte Geschöpfe, die beim Umbau des Gehirns eigentlich nur individuell begleitet, gefordert und gefördert werden wollen.” Die Botschaft hat einen wissenschaftlichen Kern - und der sitzt in der „Walnuss” des Menschen, seinem Gehirn.

Basierend auf neuen Erkenntnissen der Neurobiologie erläuterte Peter Köster anschaulich die Entwicklung des menschlichen Hirns in den ersten 18 Lebensjahren. Da durfte die eine oder der andere mal mit Süßigkeitentütchen aus dem Körbchen des Autors abwägen, wie schwer sein Gehirn oder das der Nachbarin ist. Wie schwer sich die Hirnforschung in der Vergangenheit tat, schilderte Peter Köster am Beispiel eines Mannes und eines toten Lachses.

Sowohl das Hirn des Mannes im Computertomographen beim Betrachten eines Formel-1-Rennens als auch das Hirn des toten Laches, der das Rennen nicht mehr verfolgte, hätten ähnliche Regungen gezeigt. Solche Anfangsschwierigkeiten der Hirnforschung seien heute aber behoben, tröstete der Pädagoge und empfahl vor allem eines: Entspannung, auch wenn die Pubertät zur Zerreißprobe für die Familienbande wird.

Pubertät sei, so Köster, auch für Jugendliche eine schwierige Zeit: „Die Lehrer sind ätzend, Väter nerven, und Mütter sind nur noch peinlich.” Schuld an dem ganzen Debakel der Pubertät seien halt, so Köster, die „Umbauarbeiten im menschlichen Gehirn”, die manchmal nicht nachvollziehbare Verhaltens- und Handlungsweisen Jugendlicher beim Übergang vom Kind zum Erwachsenen zur Folge hätten.
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