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Pskow: Sonderpädagogische Förderung auf hohem Niveau

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Freude herrschte bei der Übergabe des Fördermobils ...
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... wie auch bei der Übergabe des Geschenks der Rurtal-Schule.
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Ein Höhepunkt war die Grundsteinlegung für die Erweiterung vom HPZ.

Kreis Heinsberg. Eine 14-köpfige Reisegruppe der Rurtal-Schule, der Förderschule des Kreises Heinsberg mit dem Förderschwerpunkt ­Geistige Entwicklung, war zu Gast im russischen Pskow.

Für die Schulpflegschaftsvorsitzende Katja Günther, die stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende Michaela Blank mit ihren Söhnen Cedric und Jonas und den Lehrkräften Ingrid Dittrich und Christine Raff war es die erste Reise nach Russland. Entsprechend aufgeregt und gespannt sahen sie den Tagen entgegen. Beruhigend für sie war jedoch, dass zu der Reisegesellschaft Mitglieder gehörten, die schon mehrmals oder zumindest einmal in Pskow oder Russland gewesen waren. Der Flug nach St. Petersburg verlief reibungslos. Vom Flughafen aus ging es dann in einem gecharterten Bus ins 280 Kilometer entfernte Pskow. Nach einer gut vierstündigen Fahrt erreichte die Gruppe aus dem Kreis Heinsberg schließlich das Hotel Riga, wo das Leitungsteam des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Pskow mit Andrej Zarjow und Swetlana Andrejewa den Gästen von der Rurtal-Schule einen herzlichen Empfang bereitete. Mit freudigem Hallo wurden Bernd Schleberger, ehemaliger Schulleiter, und Willi Gehrmann, Vorsitzender des Förderkreises, begrüßt. Sie waren drei Tage vorher in Oberbruch gestartet, um das neue Fördermobil zu Wasser und auf dem Landweg für das Frühförderzentrum Limpopo nach Pskow zu überführen. Einige Zeit später traf auch eine Delegation der Evangelischen Kirchengemeinde Wassenberg mit Landeskirchenrat Klaus Eberl und Superintendent Jens Sannig ein.

Am nächsten Tag wurde zunächst das Frühförderzentrum besucht, das seit dem Frühjahr ebenfalls zum HPZ gehört. Dort konnten die deutschen Gäste eine materiell und fachlich sehr gut ausgestattete Einrichtung sehen, die vor zehn Jahren maßgeblich mit Hilfe der Rurtal-Schule geschaffen worden war und heute vom Evangelischen Kirchenkreis Lennep unterstützt wird. Nach dem Besuch des Unterrichts im HPZ folgte eine Besichtigung der benachbarten Werkstätten für behinderte Menschen. Der erste Besuchstag endete schließlich mit der Besichtigung des neuen Pilotprojektes „Betreutes Wohnen“ in Pskow.

Am Festtag hatten sich viele Gäste versammelt, um das 20-jährige Bestehen gebührend zu feiern. In den Festreden wurde unter anderem von Andrej Turtschak, Gouverneur der Oblast Pskow, Klaus Eberl, Gründer des HPZ, und dem Stadtoberhaupt Iwan Zezerskij die Besonderheit des Zentrums für die gesamte Russische Föderation betont. Bei dieser Gelegenheit wurde auch symbolisch der Schlüssel des neuen Fördermobils übergeben. Schulleiter Volkmar Gilleßen überreichte mit den Schülern Cedric Bongarz und Jonas Blank das Geschenk der Rurtal-Schule.

Zum Höhepunkt der Feierlichkeiten wurde die symbolische Grundsteinlegung für einen Erweiterungsbau des HPZ. Damit soll in Zukunft noch mehr Kindern und Jugendlichen mit einer geistigen Behinderung in Pskow die Möglichkeit eröffnet werden, eine sonderpädagogische Förderung auf hohem Niveau zu erhalten.

Am dritten Tag gab es Zeit und Raum, Pskow bei strahlendem Sonnenschein zu erkunden. Der Samstag war der Tag des Lehrers, der am Abend im HPZ mit den Mitarbeitern und den Gästen aus Deutschland gefeiert wurde.

Mit vielen neuen bewegenden Eindrücken kehrte die Delegation der Rurtal-Schule wieder nach Deutschland zurück. Auch in Zukunft sollen die Freundschaft und Partnerschaft weiterhin mit Leben erfüllt werden. Für das nächste Jahr ist eine Schülerbegegnung zwischen dem HPZ und der Rurtal-Schule zum Thema „Erlebnispädagogik“ in Oberbruch geplant.

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