Projektgruppe „Israel” gewinnt Begegnungspreis

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Begegnung in Israel: Schüler der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule und der Yojana-Jabotinsky-School vor dem Yad-Vashem-Museum in Jerusalem. Die Projektgruppe der Gesamtschule wird mit dem Begegnungspreis 2009 der Sparkassen-Stiftung zur Förderung der Völkerverständigung ausgezeichnet.

Kreis Heinsberg. Mit dem Preis Begegnung 2009 zeichnet die Sparkassen-Stiftung zur Förderung der Völkerverständigung die Projektgruppe „Israel” aus, eine Initiative der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen.

Schulleiter Klaus Braun freute sich sehr über die Nachricht: „Der Preis stellt einen weiteren Höhepunkt in der engagierten Arbeit unseres Lehrerkollegiums dar und ist ein sehr positives Signal für die Zukunft.” In den ersten Wochen des kommenden Jahres wird der Begegnungspreis im Rahmen einer Feierstunde an Vertreter der Projektgruppe der Gesamtschule überreicht.

Der mit 5000 Euro dotierte Begegnungspreis wurde im Jahr 2002 erstmalig vergeben. Mit ihm würdigt die Sparkassen-Stiftung das Engagement derjenigen im Kreis Heinsberg, die sich in besonderer Weise aktiv für die Förderung der Völkerverständigung einsetzen.

Die Jury für den Begegnungspreis, bestehend aus Mitgliedern des Kuratoriums der Stiftung und des Stiftungsvorstandes sowie Redakteuren der lokalen Presse (unter ihnen Regionalredakteur Dieter Schuhmachers vom Zeitungsverlag Aachen), war einig, dass es sich bei dem Schulpartnerschaftsprojekt der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule um eine ganz außergewöhnliche Völkerverständigungsmaßnahme handelt.

„Schulpartnerschaften gibt es inzwischen sehr viele, aber die besondere Partnerschaft zwischen der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule und der israelischen Yohana-Jabotinsky-School hat uns in ihrer schon jetzt spürbaren Intensität und ihrer gelebten Begegnung von jungen Menschen unterschiedlicher Kulturen überzeugt”, so Theo Clemens, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung.

Nicht zuletzt setzt die Projektgruppe „Israel” den Namen der Gesamtschule mit ihren Initiativen in vorbildlicher Form um: Anita Lichtenstein war ein jüdisches Mädchen, das mit seinen Eltern bis 1939 in Geilenkirchen gelebt hat und im Konzentrationslager ums Leben kam.

Mit dem zwar noch jungen, aber schon gefestigten Projekt dokumentiert die Schule in eindrucksvoller Weise, dass sie sich eng mit den Menschen in Israel verbunden fühlt.

Der Sparkassen-Stiftung war es bei der Preisvergabe wichtig, über den Begegnungspreis Impulse zu geben, etwas Besonderes wie diesen nicht alltäglichen Schritt einer Schulpartnerschaft zu wagen. Damit soll zum einen die Projektgruppe „Israel” für ihr Engagement zur Förderung der Verständigung belohnt und angespornt werden, die begonnene Partnerschaft langfristig fortzusetzen. Zum anderen möchte die Stiftung auch andere ermutigen, ähnliche Projekte zu initiieren, um Menschen verschiedener Länder zusammenzubringen.

Nach ersten Kontakten im November 2007 wurde im vergangenen Jahr die Partnerschaft mit der Yohana-Jabotinsky-School ins Leben gerufen. Im September 2008 erfolgte der erste Besuch einer israelischen Schülergruppe in Geilenkirchen.

Erst vor wenigen Wochen, vom 1. bis 10. November, fand dann eine Begegnung in Form eines Schüleraustauschs in Israel statt: Eine Gruppe von 14Schülerinnen und Schülern flog mit drei Lehrern nach Tel Aviv, um die dort in der Nähe beheimatete Schule kennenzulernen. Auf dem umfangreichen Programm standen tiefgründige Themen wie „Was können Anita Lichtenstein und Anne Frank uns mit auf den Lebensweg geben?” oder „Das Wirken Jesu im Heiligen Land”. Aber auch das Yad-Vashem-Museum in Jerusalem wurde besucht.

Für das kommende Jahr ist ein Gegenbesuch von Schülern und Lehrern aus Israel in Geilenkirchen geplant.
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