Kreis Heinsberg - Pro Musica gewinnt den Begegnungspreis 2011

Pro Musica gewinnt den Begegnungspreis 2011

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Kreis Heinsberg. Zum zehnten Mal wurde in diesem Jahr der Begegnungspreis der Sparkassen-Stiftung zur Förderung der Völkerverständigung vergeben.

Damit werden seit dem Jahr 2002 jährlich diejenigen gewürdigt, die sich in besonderer Weise aktiv für Völkerverständigung einsetzen. In diesem Jahr vergab die Jury den mit 5000 Euro dotierten Preis an den Erkelenzer Verein Pro Musica”.

Der im Jahr 2002 gegründete Verein hat die Völkerverständigung nicht nur fest in seiner Satzung verankert. Zahlreiche Projekte beweisen, dass dieser Gedanke auch intensiv gelebt wird. Der Slogan „Musik verbindet” wird durch den Verein vorbildlich mit internationaler Begegnung verfolgt. Den Schwerpunkt der Aktivitäten bilden Jugendaustauschprojekte zwischen Polen und Deutschland, bei denen neben dem gemeinsamen Musizieren ausreichend Zeit bleibt für Begegnung.

In diesem Zusammenhang hob die Jury - bestehend aus Mitgliedern des Kuratoriums und des Vorstandes der Stiftung sowie Redakteuren der lokalen Presse, darunter Regionalredakteur Dieter Schuhmachers vom Zeitungsverlag Aachen - vor allem die Auseinandersetzung mit der deutsch-polnischen Vergangenheit durch den gemeinsamen Besuch von kulturellen Einrichtungen und Gedenkstätten positiv hervor.

Aktuell darf sich die Bevölkerung im Kreis Heinsberg auf eine weitere internationale Aktivität von Pro Musica freuen. Durch Bemühungen der beiden Lehrer Horst Couson (Cusanus-Gymnasium Erkelenz) und Josef Paczyna (Cornelius-Burgh-Gymnasium Erkelenz) ist es gelungen, ein gemeinsames Projekt der beiden Schulen auf breiter europäischer Ebene zu starten. Neben dem Orchester der Ryszad-Bukowski-Schule Wroclaw und neun Pianisten aus der Klasse Paczyna der Kreismusikschule Heinsberg nehmen daran die Schule Kunsthumaniora Antwerpen (Belgien), die Vasaskolan Gävle (Schweden) und die Mr. P.C.-­Big-Band der beiden Erkelenzer Gymnasien teil.

Das Projekt wurde jüngst mit einer Rundreise des polnischen Orchesters und der Klaviersolisten aus Erkelenz erfolgreich eröffnet. Es sind mehrere gegenseitige Besuche der 150 Musiker bis 2013 geplant. Durch das gemeinsame Musizieren werden Brücken geschlagen zwischen unterschiedlichen Kulturen, die im Laufe der gemeinsamen Arbeit zusammenwachsen sollen. Nach den guten Erfahrungen der Projekte von Pro Musica wird die Unterbringung der Jugendlichen in Gastfamilien auch weiterhin zur Völkerverständigung beitragen. Das so in den nächsten zwei Jahren entstehende Werk, das Motive aus den Nationalhymnen oder Volksliedern enthalten soll, wird im März 2013 unter dem Titel „Europäische Suite” zum Abschluss des Projektes in der Erkelenzer Stadthalle aufgeführt. Der Gedanke von Musik als Basis für Begegnung und Völkerverständigung hat die Jury dazu veranlasst, „Pro Musica” als verdienten Preisträger von Begegnung 2011 auszuzeichnen.

Der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Sparkassendirektor Thomas Pennartz, erklärte: „Ich freue mich sehr über diese Entscheidung der Jury. Die Leistungen dieses Vereins, der ein Zusammenschluss engagierter Eltern und Musikschüler aus dem Kreis Heinsberg ist, stehen für mich stellvertretend auch für die der zahlreichen Musikgruppen und -vereine, die in unserem Kreis aktiv für Völkerverständigung eintreten.”

Die offizielle Preisverleihung an den Preisträger wird im Rahmen einer Feierstunde zu Beginn des nächsten Jahres stattfinden.

27 Vorschläge

Erfreulich war auch in diesem Jahr wieder die Zahl der eingegangenen Vorschläge. Insgesamt 27 Einsendungen zeugen davon, dass sich viele Menschen im Kreis Heinsberg im Sinne des Stiftungszweckes der Sparkassen-Stiftung engagieren. Unter allen Einreichern von Vorschlägen für die Vergabe des Begegnungspreises wurden drei Wochenendreisen für je zwei Personen in eine europäische Stadt verlost. Die glücklichen Gewinner sind Rita Zurmahr-Tabellion ­(Hückelhoven), Heino Hamel (Waldfeucht) und Petra Lindt (Heinsberg).

Die Mitglieder des Stiftungsvorstandes sowie des Kuratoriums bedankten sich bei allen Einreichern für die Teilnahme. Gleichzeitig ermunterten sie diejenigen, die in diesem Jahr nicht berücksichtigt wurden, sich im kommenden Jahr erneut zu bewerben.
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