Erkelenz - Politiker räumen Versäumnisse in der Jugendarbeit ein

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Politiker räumen Versäumnisse in der Jugendarbeit ein

Von: hewi
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Erkelenz. Kommunalpolitiker und Jugendliche in Erkelenz kommen anscheinend nicht zueinander. Mit einer Diskussionsrunde im evangelischen Jugendzentrum ZaK sollte eigentlich ein Neuanfang gestartet werden.

Allerdings nahmen nur vier Politiker und acht Jugendliche an der Gesprächsrunde teil. Die Politiker gaben sich selbstkritisch und räumten Versäumnisse in der Jugendarbeit ein.

Die letzten Annäherungsversuche seien schlecht gelaufen, räumte Klaus Steingießer (CDU) unumwunden ein. Bei der ersten Jugendbefragung 2007 habe es viele Fragen an die Jugendlichen gegeben, aber späterhin seien keine Ergebnisse präsentiert worden.

„Danach habe ich mich nicht mehr ernst genommen gefühlt”, sagte Dominic Klotz, der sich ehrenamtlich im ZaK engagiert. Allerdings hätten ähnliche Veranstaltungen in der Vergangenheit auch gezeigt, dass Jugendliche nur schwer zu motivieren seien.

Langfristige Prozesse seien schon deshalb schwierig, weil die angesprochenen Jugendlichen schnell aus dem Jugendalter herauswachsen. Daher sei eine projektorientierte Zusammenarbeit sinnvoll, wie Beate Schirmeister-Heinen erklärte.

„Man braucht ein klares Resüme, was gut und was schlecht gelaufen ist”, fügte auch Christel Honold-Ziegahn hinzu und plädierte für einen offenen Umgang miteinander. „Eine Patentlösung für gelungene Zusammenarbeit gibt es nicht”, erklärte Steingießer.

Es wurden aber auch konkrete Themen angesprochen. Zum Beispiel das Freibad in Erkelenz, das in zwei Jahren einem neuen Hallenbad weichen soll. Auch hier habe die Politik gelernt, erklärten die Kommunalpolitiker.

Nach einer öffentlichen Veranstaltung in der Stadthalle habe man sich entschlossen, ein Freibad mit einzuplanen. „Dieses Rundum-Wohlfühl-Paket kostet rund acht Millionen Euro”, betonte Astrid Wolters (SPD). Nun sein man gespannt, was dafür zu bekommen sei.

Mit Verweis auf die Haushaltslage rieten die Politiker, erst einmal abzuwarten, was denn möglich sei. Schließlich wolle man nicht ins Haushaltssicherungskonzept geraten, was einer Pleite der Gemeinde gleichkäme. Denn dann würde bei den freiwilligen Leistungen der Rotstift angesetzt.

Und die beträfen in großem Maße die Jugendlichen der Stadt. „Die Stadt muss alten- und jugendgerecht sein”, erklärte Schirmeister-Heinen. Spielplätze allein reichen da nicht, betonte sie und warb für eine verstärkte Einmischung seitens der Jugendlichen, um ihre Ziele durchzusetzen.

Am Rande warb Klaus Steingießer immer wieder für die Junge Union, die ständig aktiv sei und sich in die Politik vor Ort einbringe. Ohne eine politisch aktive Jugend könne keine Jugendpolitik gemacht werden.

Medienpädagoge Sebastian Schwarz, der die Veranstaltung gemeinsam mit Sarah und Sascha Paulus moderierte, forderte die Jugendlichen auf, als Multiplikatoren in ihrer Altersgruppe zu wirken und andere zur Teilnahme an Diskussionen und Meinungsbildungsprozessen zu motivieren. Ohne konkrete Ergebnisse, aber festen Willens, zukünftig öfter miteinander zu sprechen, ging man auseinander. Die Zukunft wird´s zeigen.
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