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Pikantes Detail im Rat süffisant ans Licht gebracht

Von: Nalini Dias
Letzte Aktualisierung:

Waldfeucht. Es war ein pikantes Detail, das Heinz-Theo Tholen (SPD) bei der jüngsten Waldfeuchter Ratssitzung in seiner Haushaltsrede süffisant ins Licht der Öffentlichkeit rückte. Laut seinen Ausführungen gibt es in der Haushaltssatzung 2011, die der Rat wie berichtet beschlossen hat, eine Position im Stellenplan der Verwaltung zur Anhebung eines Postens auf die Besoldungsstufe A 12.

„Und diese Beförderung begünstigt denjenigen, der uns dieses Zahlenwerk hier vorlegt. Den Kämmerer Johannes Blank. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen”, sagte Tholen. Mit seinen Ausführungen zur „Begünstigung” des Kämmerers spielte er zugleich auf das verwandtschaftliche Verhältnis von Bürgermeister und Kämmerer an, die Vettern sind.

Auch Ralf Kretsch-mann (fraktionslos) nannte die Hebung des Dienstpostens des Kämmerers auf A 12 in seiner Rede „verwunderlich”. Er halte sie sogar für „rechtlich bedenklich”.

Bürgermeister Heinz-Josef Schrammen kann die Aufregung nicht verstehen, erklärte er auf Nachfrage gegenüber unserer Zeitung. „Der Rat hat in der Sitzung nicht die Beförderung beschlossen. Das ist durch den Nothaushalt weder in diesem noch im nächsten Jahr möglich.” Darüber hinaus werde der Rat, wenn die Beförderung anstehe, noch einmal gesondert über diese Stellenanhebung abstimmen.

Neuberwertung notwendig

Dennoch sei eine Neubewertung der Stelle des Kämmerers aus Schrammens Sicht notwendig, zumal sie bereits von seinem Vorgänger mit der Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements und dem dadurch resultierenden Mehraufwand in die Wege geleitet worden sei.

„Meiner Meinung nach wäre für Johannes Blank schon vor fünf Jahren eine A 12-Stelle angebracht gewesen”, sagte Schrammen. Im Vergleich mit anderen Kommunen in der Größe Waldfeuchts sei diese Bewertung des Postens mit A 12 noch niedrig, zumal Johannes Blank als Fachbereichsleiter Finanzen nicht nur für die Kämmerei, sondern auch für Schul-, Kultur-, Steuer-, Liegenschafts- und Sportangelegenheiten zuständig sei. So habe er etwa mit seiner Arbeit maßgeblich zur Realisierung der Verbundschule in Haaren beigetragen.

Darüber hinaus legt der Rathauschef Wert auf die Feststellung, dass er sein verwandtschaftliches Verhältnis zu Johannes Blank nie verheimlicht habe. Vielmehr habe er die Tatsache, dass er und der Kämmerer Vettern sind, sogar immer offen geäußert, um erst gar nicht in den Verdacht der Vetternwirtschaft zu geraten. „Aber ich kann es auch nicht verantworten, dass Johannes Blank durch das verwandtschaftliche Verhältnis schlechter gestellt wird”, betonte Schrammen.
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