Hückelhoven - „Pflege am Boden“: Über 100 machen mit

„Pflege am Boden“: Über 100 machen mit

Von: koe
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„Pflege am Boden“: Bei einem Smartmob am Samstag in Hückelhoven wurde liegend auf Missstände aufmerksam gemacht. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Pflegekräfte aus dem gesamten Kreisgebiet trafen sich am Samstagmittag im Schatten des Hückelhovener Rathauses. Im Rahmen des sechsten bundesweiten Smartmobs der Initiative „Pflege am Boden“ legten sie sich dort zehn Minuten lang auf den Boden, um so symbolisch auf Missstände im Pflegeberuf aufmerksam zu machen.

Manuela Garbrecht, Ausbildungskoordinatorin der St.-Gereon-Seniorendienste und Initiatorin vor Ort, erläuterte die Ziele der Aktion. Strukturen müssten verändert werden. Zur Strukturveränderung gehöre auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Pflege sei schließlich weiblich. Zeitvorgaben bei der Pflege seien oft illusorisch.Zeitmangel und Personalnot seien große Probleme.

Es waren Altenpfleger, Krankenpfleger, Angehörige, Lehrkräfte für Pflegeberufe sowie Schülerinnen und Schüler, die den Weg nach Hückelhoven gefunden hatten. „Pflege geht alle an“ war auf Transparenten zu lesen. Weit mehr als 100 Teilnehmer unterstützten das Vorhaben „Pflege am Boden“.

„Pflege am Boden“ ist ein von Parteien, Gewerkschaften und Berufsverbänden unabhängiger Zusammenschluss von Menschen, die in Pflege berufen arbeiten oder pflegenden Angehörigen und Menschen, denen die Pflege am Herzen liegt.

Gemeinsam wollen sie die Politik und Gesellschaft auf die Missstände der derzeitigen Pflegesituation in Deutschland aufmerksam machen. Vom Gesetzgeber fordern sie eine Reformierung der Pflegepolitik, die die Situation für Pflegende, Gepflegte und Angehörige nachhaltig verbessert, damit in Zukunft die Würde des Menschen wieder an erster Stelle stehen kann.

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