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Pferdeliebhaber zieht es auf den Ehrensoldhof

Von: syn
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Schönheit und Kraft sind bei der Fohlenschau die wichtigsten Kriterien, auf die die Wertungsrichter achten. Da kommt auch auf den Pferdeführer Arbeit zu. Foto: Dahmen

Erkelenz-Lövenich. Auch wenn Lövenich nicht gerade als Pferdesport-Mekka gilt, hat der Ort am Donnerstag Pferdeliebhaber aus der Region und dem benachbarten Ausland angezogen. Franz-Josef Jansen hatte auf dem Ehrensoldhof zur Fohlenschau des Oldenburger Pferdezuchtverbandes eingeladen.

Rund 40 Züchter waren gekommen, um aus ihren Fohlen „waschechte Oldenburger” zu machen. Beim so genannten „Brennen” handelt es sich um das Aufdrücken des Brandeisens. Doch das „O” auf dem Fell genügt natürlich nicht, es wird auch ein entsprechender Pass ausgestellt.

Jansen nennt 35 Pferde sein Eigen, davon sind 25 Oldenburger. Zur Fohlenschau des Oldenburger Verbandes im Rheinland konnte es kommen, nachdem der Verband aus dem hohen Norden vor drei Jahren offiziell seine bundesweite Anerkennung bekommen hat.

Natürlich stellt sich die Frage, wie man als Rheinländer zum Oldenburger Pferdezuchtverband kommt. „Der Oldenburger Verband ist im Gegensatz zu anderen Zuchtverbänden sehr liberal”, betont Jansen. „Für die Anerkennung als Oldenburger zählt einzig die Qualität des Tieres. Daher orientieren sich immer mehr Züchter dorthin.” Die Pferde seien sowohl für die Dressur als auch für den Springsport geeignet.

Während die Stuten bei der Schau mit einer gewissen Routine auf die vielen Menschen reagierten, sah man den Fohlen ihre Aufregung an. Ob sich ein Tier später einmal für den sportlichen Einsatz eignet, kann man schon bei den Fohlen sehen, versicherten die Wertungsrichter. Sie nahmen jedes der Jungtiere genau unter die Lupe. Dabei spielt natürlich die Herkunft und sportliche Eignung der Mutter eine wichtige Rolle.

Zur Präsentation wurden die Nachwuchs-Oldenburger an der Seite ihrer Mütter geführt. Sechs Monate bleiben Fohlen und Mutter zusammen, bevor der Nachwuchs eigene Wege geht.
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