Pfarrer Günter Rosenkranz ist für die Menschen da

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Die Mitarbeiter der evangelisc
Die Mitarbeiter der evangelischen Kirchengemeinde schenkten ihrem Pfarrer ein Erste-Hilfe-Set. Dazu gehörten ein Fanhut und ein Schal sowie ein Fußball für seine Fußballleidenschaft, eine rosarote Brille und ein Sandsack mit den Namen aller Mitarbeiter. Foto: Petra Wolters

Heinsberg-Oberbruch. Im Rahmen eines Festgottesdienstes und eines anschließenden Empfangs hat Pfarrer Günter Rosenkranz in der Erlöserkirche zu Oberbruch sein silbernes Ordinationsjubiläum gefeiert.

„Was wir hier machen, kommt in der Ordnung unserer Kirche eigentlich gar nicht vor”, schmunzelte Superintendent Jens Sannig nach der Begrüßung durch Sebastian Walde, ebenfalls Pfarrer in der evangelischen Kirchengemeinde. Denn eigentlich solle doch ein Pfarrer viel zu bescheiden sein, um sich selbst zu feiern. „Aber wir tun auch was Gutes. Denn wir feiern doch hier, dass er schon seit 25 Jahren das Wort Gottes verbreitet”, fügte er hinzu.

„Vieles geschieht im Verborgenen”

Er habe Kranke besucht, Sterbende begleitet, Abweisende zu gewinnen versucht, mit jungen und alten Menschen Lebensfragen diskutiert, erwähnte Sannig nur einige der Tätigkeiten von Pfarrer Rosenkranz. „Und vieles, was deinen Dienst ausmacht, geschieht im Verborgenen”, betonte er. Vor 25 Jahren habe er seinen Dienst unter den Segen Gottes gestellt. „Heute danken wir alle hier für das, was er durch dich an den Menschen hier getan hat. Und wir bitten heute darum, dass er seinen guten Segen auf dich legen möge.”

Rosenkranz selbst ließ seine Biographie noch einmal Revue passieren. „Mich traf der Geist in der Konfirmandenzeit”, berichtete er aus seiner Jugend in Wassenberg, vor allem von seinem Unterricht mit dem aus Ostpreußen stammenden Pfarrer Grunewald. Bei der Einsegnung habe er so etwas wie ein „heiliges Gefühl” gehabt.

Gegen Lehrerkarriere entschieden

Zunächst habe er Lehrer werden wollen, dann aber doch ein Theologiestudium aufgenommen. Am 1. Juni 1986 wurde er in der Auferstehungskirche zu Sürth ordiniert. Von Köln-Porz führt ihn sein Weg an seine erste Pfarrstelle in Rheinhausen. 1997 kehrte er in die Region zurück, zunächst in die Kirchengemeinde Hückelhoven. Seit 2002 ist er in der Kirchengemeinde Heinsberg tätig.

„Ich bin kein Petrus, aber manchmal kann man schon auf mich bauen”, charakterisierte sich Rosenkranz selbst in seiner Ansprache in äußerster Bescheidenheit. „Aber ich habe auch Fehler gemacht, ich habe Mängel, Schwächen und Schicksalsschläge erlebt, die mich vor jeglicher Hybris bewahrt haben”, fügte er noch hinzu. Er nehme gerne Hilfe und Ratschläge an und sei immer wieder auf Menschen getroffen, die Bodenbereiter, Ideengeber, Motivierende, Vorbilder, Mitleidende und Anpacker gewesen seien. Er wolle auch weiterhin für die Menschen da sein. „Der Dienst, den ich tue, tut mir gut und er macht mir Freude.”

Eine Berufung, in der Kirche zu sprechen

In einer Kirche zu sprechen, sei schon etwas anderes, erklärte Bürgermeister Wolfgang Dieder nach dem Gottesdienst als erster im Reigen der vielen Gratulanten. „Man spürt, dass da mehr ist. Man kann es nicht fassen, nicht greifen.” Wer in einer Kirche spreche, brauche Berufung, würdigte er die Tätigkeit des Pfarrers im Gottesdienst im Allgemeinen. Rosenkranz im Besonderen sei ein Seelsorger mit „einer herzenswarmen und fürsorglichen Wesensart”, von dem er hoffe, dass er die Menschen vor Ort so, wie er sei, weiter begleite.

Auf gemeinsame geografische Wurzeln ging der aus Birgelen stammende Heinsberger Probst Markus Bruns in seinem Grußwort ein. „Als Wassenberger Sämling wird er hier gute Frucht bringen”, erklärte er. Er selbst habe die Ökumene in Heinsberg in großer Selbstverständlichkeit angetroffen und freue sich auf die weitere gemeinsame Arbeit, betonte er.

Sichtlich gerührt

Sichtlich gerührt zeigte sich Rosenkranz von den persönlichen Wünschen der Bewohner des Alten- und Pflegeheim St. Josef in Waldenrath, die Maria Sonnenschein aufgeschrieben hatte und in der Kirche vorlas.

„Wenn man Hilfe schreit, ist er einfach da!”, würdigte schließlich Irene Schlawin aus Hückelhoven das gute Miteinander der evangelischen Pfarrer in der Region.
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