Kreis Heinsberg - „Perspektive 50plus” ist wirksam und macht Mut

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„Perspektive 50plus” ist wirksam und macht Mut

Von: disch
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Im Jocenter Kreis Heinsberg herrscht Freude über die 100. Integration im Rahmen der„Perspektive 50plus”: Projektvermittler Hans-Dieter Thelen, Projektkoordinator Ralf Helbig, Arbeitgeber Elmar Knobling, Arbeitnehmer Gerald Griebeld und Rita Thelen, die stellvertretende Geschäftsführerin des Jobcenters (v.l.n.r.). Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Freude und Zufriedenheit, aber auch der Ehrgeiz, noch mehr erreichen zu wollen, waren spürbar am Mittwoch im Jobcenter: Bei ­einem Pressegespräch verkündete Rita Thelen, die stellvertretende Geschäftsführerin, dass im Rahmen des Projekts „Perspektive 50plus - Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen” Ende Juni der 100. Kunde in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vermittelt werden konnte.

Als Zielgröße für dieses Jahr habe das Jobcenter 155 Integrationen geplant. „Dank des Engagements der Beteiligten zeigt das Projekt bereits nach einem halben Jahr eine erfreuliche Entwicklung.”

Seit Beginn dieses Jahres beteiligt sich das Jobcenter Kreis Heinsberg an dem Programm des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, das vor allem die Beschäftigungschancen älterer Langzeitarbeitsloser verbessern soll. Die Integration möglichst vieler älterer Arbeitsuchender ab 50 Jahre in den allgemeinen Arbeitsmarkt steht für das Jobcenter im Mittelpunkt bei diesem auf fünf Jahre angelegten Projekt. Fördermittel in Höhe von 755 000 Euro stehen in diesem Jahr zur Verfügung.

Etabliert wurde ein vierköpfiges Projektteam. Betreut ein Fallmanager im Jobcenter normalerweise rund 170 Hilfebedürtige, so ist im Zuge der „Perspektive 50plus” eine intensivere Betreuung möglich. Ein Projektvermittler kümmert sich um 120 bis 130 Kunden, die - nach ihrem Potenzial und ihrer Motivation - für die „Perspektive 50plus” ausgewählt werden.

Wie Projektkoordinator Ralf Helbig erläuterte, werde vertrauensvoll und „auf Augenhöhe” mit den Kunden zusammengearbeitet. Dies ermögliche es, auch einmal etwas auszuprobieren, zum Beispiel in für den Arbeitslosen eher ungewohnten Branchen. Zu den Elementen des Projekts gehören unter anderem Gesundheitskurse, mit denen dem Stressfaktor Arbeitslosigkeit begegnet werden soll. Geplant ist auch ein „Job-Speeddating”, das interessierte Arbeitgeber und potenzielle Arbeitnehmer zusammenführen soll. Helbig: „Auch mit 50 Jahren oder älter haben viele unserer Kunden noch immer eine gute Chance, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu bestehen. Durch den gezielten Einsatz verschiedener Maßnahmen haben wir die Möglichkeit, Defizite abzubauen und die Kompetenzen und das Fachwissen unserer Kunden zu erweitern.”

Den Weg der Kommunikation bezeichnete Elmar Knobling als den „Schlüssel”. Projektvermittler Hans-Dieter Thelen sei über die Bedürfnisse seines Unternehmens (BK Elmar Knobling, Wassenberg-Ophoven / Heinsberg), das mit Werkstoffen handelt, genau informiert gewesen und habe eine ganz wichtige Vorselektion vorgenommen. So kamen vier Kandidaten in die engere Wahl. „Wir sind zufrieden”, sagte Knobling mit Blick auf Gerald Griebeld, der seit 1. Juli zum fünfköpfigen Team der Firma gehört. Und auch der 51-Jährige, der drei Jahrzehnte in der Reifenbranche tätig war und eine unbefristete Vollzeitstelle bei seinem neuen Arbeitgeber erhielt, zeigte sich selbst „hoch zufrieden”.

Inzwischen ist das Jobcenter bereits bei 127 Integrationen angelangt; zudem gab es 31 Vermittlungen in geringfügige Beschäftigungsverhältnisse. „Das Projekt macht allen Mut”, so Rita Thelen. Sie geht davon aus, dass die anvisierte Marke von 155 Integrationen in 2011 überschritten und für 2012 eine höhere Zahl geplant werden könnte.

Ältere Arbeitnehmer seien mit ihrer Erfahrung, Zuverlässigkeit und Motivation zunehmend gefragt, haben die Experten vom Jobcenter festgestellt. Hans-Dieter Thelen bestätigte, dass dieser Prozess begonnen hat: „Ein Umdenken findet statt in den Betrieben.”

Nähere Informationen zum Projekt gibt es im Internet oder bei Ralf Helbig im Jobcenter Kreis Heinsberg unter Tel. 02431/8099118.
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