Kreis Heinsberg - Pandemie: Noch keine Grippefälle im Kreis

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Pandemie: Noch keine Grippefälle im Kreis

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„Es gibt keinen Grund zu übermäßiger Sorge, erst recht nicht zur Panik”, erklärte der Leiter des Heinsberger Kreisgesundheitsamtes, Dr.Karl-Heinz Feldhoff.

Kreis Heinsberg. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Pandemiephase der Neuen Influenza des Typs A/H1N1 - meist immer noch „Schweinegrippe” genannt - festgestellt und die Warnstufe 6 ausgerufen. Dr. Karl-Heinz Feldhoff, der Leiter des Kreisgesundheitsamtes in Heinsberg, erklärte am Freitag, es gebe bislang noch keine Grippefälle im Kreis.

Es habe in den letzten Wochen einige Kontaktpersonen gegeben, die in Flugzeugen gereist seien, in denen sich auch Erkrankte befunden hätten. Alle Kontaktpersonen seien intensiv beobachtet worden. Sie seien aber letztlich nicht erkrankt. Feldhoff gab auch Antworten auf wichtige Fragen.

Was ändert sich für die Bürger des Kreises Heinsberg mit Ausrufung der Warnstufe 6?

Feldhoff: Für das alltägliche Leben zunächst einmal nichts. Es gibt keinen Grund zu übermäßiger Sorge, erst recht nicht zur Panik. Die Gesundheitsbehörden, die in der öffentlichen Daseinsvorsorge tätigen Behörden, die Ärzte, Apotheken und Rettungsdienste handeln koordiniert im Rahmen der bereits bestehenden Pandemieplanung des Kreises Heinsberg. Im Kreishaus wurde schon vor Wochen in Erwartung der Stufe 6 ein Stab eingerichtet, der regelmäßig tagt, die aktuelle Lage analysiert sowie die sich daraus ergebenden Maßnahmen trifft.

Sind Grippefälle im Kreis Heinsberg zu erwarten?

Feldhoff: Bisher konnte insbesondere durch die präventiven Maßnahmen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes eine Ausbreitung eingeschleppter Fälle meist verhindert werden. Dazu gehört insbesondere die rechtzeitige Erkennung von Fällen mit nachfolgender Therapie und Isolation sowie die Absonderung und gegebenenfalls Frühtherapie von Kontaktpersonen. Die Krankheitsverläufe in Deutschland waren bislang in der Regel milde. Um es zusammenzufassen: Die Neue Influenza A/H1N1 verbreitet sich schnell und ist ansteckend. Und daher müssen wir damit rechnen, dass es Grippefälle im Kreis Heinsberg geben wird.

Wie schwer ist der Verlauf der Krankheit?

Feldhoff: Nach den bisherigen Erfahrungen weitaus harmloser als bei einer normalen saisonalen Influenza. Das Krankheitsbild ist etwas diffuser, teilweise fehlten typische Grippesymptome wie Fieber oder Gliederschmerzen völlig. Die Sterberate ist auf jeden Fall deutlich geringer als bei der normalen Influenza. Bei der neuen Influenza liegt sie momentan bei 0,5 Promille.

Wie kann man sich schützen?

Feldhoff: Angesichts der eingeschleppten Infektionen und den inzwischen auch vor Ort aufgetretenen Infektionen steigt die Bedeutung der persönlichen Hygienemaßnahmen. Vor allem bei Kontakt zu Reiserückkehrern und bei Menschen, die ständigen Kontakt zu Menschengruppen haben. Influenzaviren werden vor allem durch Tröpfcheninfektion übertragen. Insbesondere beim Niesen oder Husten können Erreger auch auf die Hände gelangen und darüber weiterverbreitet werden. Daher wird häufiges Händewaschen empfohlen und das Husten in den Ärmel statt in die Hand.

Wie sollte man sich bei vermeintlichen Grippesymptomen verhalten?

Feldhoff: Dann sollte man umgehend den Hausarzt aufsuchen beziehungsweise vorab telefonisch klären, wie man sich verhalten soll, um nicht unnötig noch in Wartezimmern zusätzliche Kontaktpersonen zu schaffen. Sollte es sich bei der Erkrankung tatsächlich um die Neue Influenza handeln, weiß der Hausarzt auch, wie das weitere Vorgehen ist.

Und die vorsorgliche Einnahme von Grippemitteln?

Feldhoff: Davon ist in jedem Falle abzuraten, weil damit genau das Gegenteil erreicht wird. Außerdem sind die Nebenwirkungen der Medikamente nicht zu unterschätzen.

Wo kann man sich ansonsten informieren?

Feldhoff: Am besten auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes unter http://www.rki.de oder während der Dienstzeiten unter 02452/135311, dem Info-Telefon des Gesundheitsamtes.
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