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Ort der Begegnung und des Austausches

Von: Helmut Wichlatz
Letzte Aktualisierung:
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Bei der Neueröffnung des Kunstateliers Trampert waren auch die ausstellenden Künstler Clemens Weiss,Karl-Heinz Heming, Rosemarie Trampert und Eva-Stefanie Mosburger-Dalz dabei. Foto: Koenigs

Hückelhoven-Millich. Vor knapp zwei Jahren ist der Künstler Hans-Peter Trampert gestorben. Nun setzt seine Ehefrau Rosemarie Trampert einen gemeinsamen Traum in die Tat um und hat in Tramperts alter Werkstatt in Millich ein offenes Atelier eröffnet, in dem neben Arbeiten des Verstorbenen auch die befreundeter Künstler ausgestellt werden.

Zur Eröffnung des Ateliers hatte Rosemarie Trampert Freunde und Weggefährten ihres Gatten eingeladen, die auch Werke für die Ausstellung beisteuerten.

Oftmals handelt es sich um gemeinsame Arbeiten, in denen sich Tramperts kreativer Einfluss widerspiegelt. Die Besucher erwartet eine vielseitige Werkschau zeitgenössischer Künstler, die in einer engen Verbindung zu Trampert standen.

So finden sich seine kreativen Spuren auch in den „textilen Flickwerken” der Künstlerin Eva-Stefanie Mosburger-Dalz ebenso wieder wie in Pi Backus„ „Suche nach dem Haus im Geist” oder den Kreationen des Glaskünstlers Clemens Weiss.

Tramperts Strandmalereien sind im vorderen Teil der Ausstellung zu sehen. Das rund 70 Quadratmeter große Atelier soll aber auch als Ort der Begegnung und des Austauschs von Künstlern genutzt werden, erklärte Rosemarie Trampert. „Es soll Platz für Ausstellungen, Seminare und Vorträge bieten. Ein Raum, in dem man sein kann und arbeiten kann”, habe ihr Mann gewollt, betonte sie. Pünktlich an seinem Geburtstag konnte der Traum realisiert werden. Zur Eröffnung hob die Mönchengladbacher Kunstsammlerin Hiltrud Neumann die Funktion als Begegnungsstätte hervor und erinnerte daran, dass Trampert selbst viel an Begegnungen und dem kreativen Austausch gelegen war.

Trampert, der unbeirrt seinen künstlerischen Weg gegangen sei, habe zu Lebzeiten von „Ebbe und Flut in meiner Seele” gesprochen. Nun sei ein Raum geschaffen worden, der Tramperts Spuren auch bei Flut nicht verwischen lässt und gleichzeitig neuen Künstlern ermöglicht, neue Wege zu gehen. Eine musikalische Hommage an den verstorbenen Freund brachte der Mönchengladbacher Musiker Jürgen Löscher.

Er erinnerte mit seiner Bassklarinette an eine gemeinsame Session in der Heinsberger Stadtbücherei, als sie über das Meer improvisierten. „Lasst mir einen Platz zwischen euch, wie ich ihn im Leben hatte”, hatte Trampert sich gewünscht. Mit der Ausstellung bleibt er seinen Freunden und Kunstliebhabern präsent.
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