Olympiade auf der Burg mit einfachem Gerät

Von: Petra Wolters
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Gar nicht so einfach erwies sich das Apfelfangen mit dem Mund auch für die Gruppe „Klunterburg”. Aber sie war am Ende das siegreiche Team. Foto: Wolters

Heinsberg. Ein strahlend blauer Himmel und angenehm sommerliche Temperaturen boten in diesem Jahr die optimalen Voraussetzungen für das Burgfest des Heinsberger Karnevalsvereins (HKV), das die Jecken der Innenstadt am Freitag und Samstag bereits zum 31. Mal und wie seit vielen Jahren auf dem Heinsberger Burgberg feierten.

Ein großes gelbes Banner hieß die Besucher schon am Fuße des Burgbergs „Herzlich Willkommen”. Lichterketten geleiteten sie hinauf auf das Plateau. Hier präsentierte sich der gastgebende Verein mit seinem großen, muschelförmigen Musikzelt und der überdachten Tanzfläche wieder in eindrucksvollem Open-Air-Ambiente. Mit den passenden Sommerhits unterhielten die knapp 500 Gäste am Freitagabend „The Red„s”, das „Radio Effeld Discoteam”.

Für das leibliche Wohl sorgten die Karnevalisten für ihre Besucher nicht nur mit einem großen Getränkepavillon, sondern auch in ihrem großen Grillzelt. „Seit der Renovierung des Burgbergs haben wir hier eine traumhaft schöne Kulisse”, freute sich HKV-Präsident Helmut Münster und präsentierte eine zusätzliche Neuerung: den eigenen Toilettenwagen des HKV. In mehreren hundert Arbeitsstunden haben Juppi Kleinen, Alf Kohnen, Christoph Schmitz und Lothar Laforce mit zahlreichen Helfern aus einem ehemaligen Bauwagen ein schmuckes oder besser gesagt gleich vier schmucke, stille Örtchen geschaffen.

Eines davon ist sogar als Behinderten-WC eingerichtet. „Eigentlich eine ziemlich profane Geschichte, aber eine äußerst nützliche”, befand der Präsident bei der Besichtigung der neuesten Errungenschaft des Vereins, die künftig auch vermietet werden soll. Dass die Karnevalisten auch dieses neue Projekt mit viel Humor verwirklicht haben, beweist das Schild auf dem Wagen. Unter dem Motto „Auch das Maskottchen muss mal...” präsentiert es sich hier selbst auf der Toilette. „Und wir haben natürlich jetzt lebenslang freien Eintritt”, scherzte Kleinen für sein Team.

Der Samstag startete dann ebenfalls mit einer Neuerung. Edeltraud Kreutz, Gaby Kohnen, Yvonne Schmitz und Petra Bentzien hatten für die Kinder eine so genannte Burgolympiade vorbereitet. In den Vorjahren habe man immer Spielgeräte für die Kinder ausgeliehen und auf dem Burgberg aufgebaut. Mit der Olympiade wolle man ganz bewusst demonstrieren, dass Kinder auch heute noch mit ganz einfachen Mitteln spielen können, erklärte Kreutz zum Hintergrund der neuen Initiative. So ging es an den insgesamt 13 Stationen vor allem um viel Geschick.

Neben Sackhüpfen, das viele ältere Besucher des Festes noch gut aus ihrer Jugend kannten, hatten es die Teilnehmer auch beim Apfelfangen gar nicht so leicht. Hier galt es, innerhalb einer vorgegebenen Zeit mit dem Mund möglichst viele Äpfel aus einem Wasserbecken zu fischen. Knifflig war´s auch, mit Hilfe eines Regenschirms einen Ball durch einen Parcours zu befördern. Dass es auch ganz ohne Hilfsmittel geht, zeigten die kleinen Olympioniken beim Schubkarrenrennen oder beim Raupenlauf, bei dem die Kinder auf allen vieren krabbeln und sich dabei an den Fußgelenken festhalten mussten.

16 Kinder gingen in vier Teams über dreieinhalb Stunden an den Start. Siegreich war am Ende die Gruppe „Kunterburg” mit Frederike Peters, Alina Moske sowie Luca und Timo Schmitz. Über die geringe Resonanz waren die Organisatorinnen etwas traurig. „Aber aller Anfang ist schwer”, so Kreutz. „Wir hätten die neue Aktion vielleicht noch etwas mehr publik machen müssen”, hoffen sie auf mehr Teilnehmer im kommenden Jahr. Mit einem zweiten Open-Air-Abend, wieder bei gutem Wetter, kamen dann am Samstag sogar rund 900 Besucher auf den Burgberg. Bei guter Musik, erneut präsentiert durch „The Red„s” hielten sie bis zum frühen Morgen aus - bis der einsetzende Regen sie vertrieb.
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