Kreis Heinsberg - Ohne einen Abschluss kommt man nicht weit

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Ohne einen Abschluss kommt man nicht weit

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Hauptschulabschluss erreicht:
Hauptschulabschluss erreicht: Wochenlang haben Andreas Peters (l.) und Dominque Franke (r.) gebüffelt.

Kreis Heinsberg. Ohne Fleiß kein Preis: Das hinter diesem Spruch sehr viel Wahrheit steckt, dies können Dominique Franke und Andreas Peters nur bestätigen. Hinter den 17 und 19 Jahre alten Jugendlichen liegen Wochen, in denen sie im Stützunterricht der Jugendwerkstatt vom Caritasverband für die Region Heinsberg in Hückelhoven-Hilfarth büffeln mussten.

Genau wie zwei weitere Teilnehmer. Die intensive Vorbereitung hat sich mit dem erreichten Hauptschulabschluss ausgezahlt.

Viel Material

„Wir hatten viel Material”, erzählt Andreas Peters. Dankbar sei er vor allem seiner Lehrerin Anne Joerißen, die auf den Abschluss im Rahmen des Stützunterrichts sehr gut vorbereitet habe. Genau wie Sabine Bach, die als ehrenamtliche Dozentin das Fach Englisch seit April unterrichtete. Auch ihr Engagement zahlte sich mit guten Noten aus.

Für Sabine Bach Ansporn genug, um den Englischunterricht fortzuführen. Dominique Franke hat nun Blut geleckt und will nach dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 den Abschluss nach Klasse zehn an der Berufsschule in Geilenkirchen machen. „Ich habe gemerkt, dass man ohne Abschluss nicht weit kommt”, sagt er. Dies sieht Andreas Peters genauso.

Schlaflose Nächte

„Nächstes Jahr müssen wir noch eher anfangen, um das Pensum zu bewältigen”, schlussfolgert Lehrerin Anne Joerißen, die seit dem letzten Jahr das Nachholen des externen Schulabschlusses an der Gemeinschaftshauptschule Erkelenz im Rahmen des Stützunterrichts anbietet. Sie habe zuletzt mehr schlaflose Nächte verbracht als die Schüler. „Vor allem mussten meine Schüler erst einmal das Ler-nen lernen”, sagt sie. Dennoch ist sie stolz auf die Leistung ihrer Schüler.

Genau wie Simone Jansen, Leiterin der Jugendwerkstatt. „Die anderen beiden Schüler können nun ihre Lehrstellen als Schlosser und Schreiner beginnen”, erklärt sie. Dies sei eine tolle Leistung, zumal es sich in der Regel bei den Jugendlichen ursprünglich um Schulabgänger handelte. Sie alle haben einen Platz in der Jugendwerkstatt erhalten, die laut Caritas als einzige Einrichtung im Kreis Heinsberg nach dem Landesjugendplan „Sozialpädagogische Hilfe für junge Menschen im Übergang von der Schule zum Beruf” gefördert wird.

Theorie und Praxis

Als offene und freiwillige Maßnahme bietet die Jugendwerkstatt 16 Teilnehmern bis zu einem Jahr lang die Möglichkeit, in Form von Theorie und Praxis allgemeine, berufs- und arbeitsweltbezogene Schlüsselkompetenzen in der Metallwerkstatt oder Hauswirtschaft zu erwerben. Hinzu kommt der Stützunterricht in Kleingruppen mit maximal vier Schülern, in dem Anne Joerißen fehlendes Basiswissen fächerübergreifend vermittelt.
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