Obstsorten im Garten und auf Rundweg erleben

Von: cbo
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streuobst obstkorb
Fünf Projekte sollen die einheimische Fauna und Flora im Kreis Heinsberg aufwerten und nachhaltig schützen und auch zu einem verbesserten Biotopverbund entlang der deutsch-niederländischen Grenze beitragen. Foto: dpa

Kreis Heinsberg. Die einheimische Flora und Fauna im Kreis Heinsberg aufwerten und nachhaltig schützen, so die Idee hinter fünf Projekten, die in der Nabu-Naturschutzstadion Haus Wildenrath bei einer öffentlichen Vorstandssitzung vorstellt wurden.

Das grenzüberschreitende Projekt „Netzwerk Grüne Grenze” ist ein 1987 vom Bundesumweltministerium ins Leben gerufene Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben, das zur Erhaltung der biologischen Vielfalt beitragen soll.

Für den Standort Wildenrath steht dabei die Verbesserung des Biotopverbundes entlang der deutsch-niederländischen Grenze im Blickpunkt. Neben der Erhaltung der Arten und ihrer Lebensräume sollen auch funktionsfähige, ökologische Wechselbeziehungen bewahrt bleiben. Gleichzeitig sollen die Verbundsysteme die Fortpflanzung zwischen Populationen und Tierwanderungen garantieren. Deshalb sind die dort angesiedelten Kiefernbestände durch Eichen ersetzt worden, um Korridore zu schaffen und um die Ausgangssituation für Tiere und Pflanzen zu verbessern.

Das FÖBS-Projekt (Förderrichtlinie Biologische Stationen NRW) hat die Kartierung von Pflanzen- und Tierwelt in Fauna-Flora-Habitat- und Naturschutzgebieten zum Ziel. Dabei werden verschiedene Biotop-Arten, geschützte seltene Pflanzen, die Nutzung durch Jagd oder Landwirtschaft sowie die Störung durch die Begehung von Trampelpfaden kartiert. Bei der Brutvogelkartierung zwischen März und Juni 2011 im Naturschutzgebiet Meinweg wurden 63 Arten beobachtet.

Als Besonderheit konnte erstmals seit über zehn Jahren auf der deutschen Seite des Meinwegs eine Kreuzotter entdeckt werden. Im südlichen Teil der Teverner Heide wurden 14 Gewässer nach Reptilien und Amphibien untersucht. Zwölf Arten konnten festgestellt werden.

Das Interreg-Projekt „Nationalparkregion MeinWeg”, das die Nabu-Naturschutzstation Haus Wil-denrath mit dem Naturpark Maas-Schwalm-Nette auf den Weg gebracht hat, konnte Erfolge aufweisen. So wurden von den beteiligten Gemeinden Roerdalen, Roermond, Wassenberg und Wegberg kulturhistorische Rundwanderwege und Natur-Genuss-Routen entwickelt. Neben den detaillierten Wegbeschreibungen im Internet (http://www.npr-meinweg.eu) ist eine Fahrrad- und Wanderkarte inklusive Begleitheft erstellt worden.

Mit dem Projekt „Rheinischer Obstsortengarten” sollen lokale Obstsorten erhalten bleiben. 100 Sorten sind gesichert bestimmt worden. Am letzten Augustwochenende wird der erste Rheinische Obstsortengarten feierlich eröffnet werden. Dabei wird der Obstsortengarten in einem zweieinhalb Kilometer langen Obstrundweg integriert, der rund um Haus Wildenrath führt.

Als neuestes Konzept stand das Leader-Projekt „Regionale Wertschöpfungskette Streuobst” im Blickpunkt. Die Zielsetzung ist der Erhalt, Pflege und Entwicklung der Streuobstvorkommen in der Selfkant-Region. Bis November 2014 läuft das Projektvorhaben der Bezirksregierung Köln. In Waldfeucht, Selfkant und Gangelt befinden sich Streuobstwiesen, die nicht nur der Landwirtschaft dienlich sind, sondern als natürlicher Lebensraum für die einheimische Flora und Fauna dienen. 826 Streuobstwiesen sind in diesem Bereich kartiert worden und sollen eine regionale Wertschöpfungskette entstehen lassen, die sich von der Vermarktung bis zur Pflege von Streuobstwiesen erstrecken soll.
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