Oberkreisdirektor a.D. Dr. Leo Thönnissen feiert 80. Geburtstag

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Wird an diesem Dienstag 80 Jahre alt: Oberkreisdirektor a. D. Dr. Leo Thönnissen.

Kreis Heinsberg. Oberkreisdirektor a. D. Dr. Leo Thönnissen vollendet an diesem Dienstag sein 80. Lebensjahr. Die Änderungen der Kommunalverfassung im ausgehenden 20. Jahrhundert haben es mit sich gebracht, dass die langjährige Führungskraft des früheren Kreises Erkelenz und des Kreises Heinsberg als „letzter Oberkreisdirektor des Kreises Heinsberg“ in die regionale Geschichte eingehen wird.

Der gebürtige Aachener studierte von 1954 bis 1958 Rechtswissenschaft an der Universität Köln. 1958 legte er sein 1. juristisches Staatsexamen ab, 1963 sein 2. juristisches Staatsexamen, im gleichen Jahr erfolgte die Promotion.

Der juristische Vorbereitungsdienst sowie eine nebenamtliche Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent beim Institut für Arbeits- und Wirtschaftsrecht in Köln waren seine ersten Stationen nach dem Studium. Am 1. April 1968 wurde er Rechtsamtsleiter, VHS-Leiter und Polizeidezernent beim Kreis Erkelenz. Am 30. Dezember 1968 wurde er zum Kreisdirektor des Kreises Erkelenz ernannt. Nach der kommunalen Neugliederung wurde Thönnissen am 1. Oktober 1972 zum Kreisdirektor des Kreises Heinsberg ernannt. Als Dr. Theo Esser im September 1987 als Oberkreisdirektor verabschiedet wurde, wurde Thönnissen dessen Nachfolger.

Thönnissen setzte in seiner Tätigkeit für den Kreis Heinsberg viele Akzente, die teilweise bis zum heutigen Tage Wirkung zeigen. Zudem stand seine Person für solides Handeln, das sich unter anderem in einer außerordentlich guten finanziellen Lage des Kreises widerspiegelte.

Ein Hauptschwerpunkt seiner Arbeit als Oberkreisdirektor ergab sich aus den Problemen des wirtschaftlichen Strukturwandels, die sich nach 1987 in einer bedrückenden Weise häuften: Die Stilllegung des Steinkohlebergwerks Sophia-Jacoba in Hückelhoven, der Arbeitsplatzabbau beim Chemiefaserwerk Akzo in Oberbruch und der Abzug verschiedener militärischer Einheiten richtungen in Wildenrath, Rothenbach, Arsbeck und Geilenkirchen waren drei dieser Themen.

Ein weiteres persönliches Anliegen war für ihn die Pflege freundschaftlicher Kontakte über die Landesgrenzen hinaus. So setzte er sich nachhaltig für die Partnerschaft mit dem schottischen Kreis Midlothian ein. Ebenso lag ihm die gute Nachbarschaft mit den Niederlanden am Herzen. Die Arbeitsgemeinschaft Grenzland Kreis Heinsberg – Limburg fand auch in Leo Thönnissen einen engagierten Verfechter. Sein Einsatz in diesem Bereich wurde auch von anderer Seite gewürdigt: 1992 wurde ihm die Euregio-Rosette Maas-Rhein verliehen. Und 1997 erhielt er das Offizierskreuz des Ordens von Oranje-Nassau.

Als Mann der Kultur galt Thönnissen auch als Fürsprecher von Kreismuseum, Volkshochschule und Kreismusikschule.

1997 wurde Thönnissen nach zehn Jahren im Amt des Oberkreisdirektors in den Ruhestand verabschiedet. Bei seinem Abschied wurde sein Lebenswerk mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse gewürdigt.

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