NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben zu Gast bei der Frauen-Union

Von: wo
Letzte Aktualisierung:
thoben-foto
Prominente Rednerin: Christa Thoben, die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin, war zu Gast bei der Frühjahrsveranstaltung der Frauen-Union im CDU-Kreisverband Heinsberg. Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Sie kam durch den Seiteneingang: Während Gastgeberin Karin Mainka, die Vorsitzende der Frauen-Union im CDU-Kreisverband Heinsberg, noch mit ihren männlichen Parteikollegen Details der Frühjahrsveranstaltung diskutierte, hatte sich Christa Thoben, die Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, sechs Minuten vor ihrer Zeit schon alleine auf den Weg in die Heinsberger Stadthalle gemacht.

Die Begrüßung dort fiel jedoch nicht weniger herzlich aus, als sie zuerst auf den CDU-Ehrenvorsitzenden Heinrich Meuffels traf. Thoben erinnerte sich dabei spontan an die gemeinsame Zeit mit ihm als Landtagsabgeordnete in den 80er Jahren.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Mainka vor rund 70 Zuhörern bedankten sich die beiden Landtagsabgeordneten Bernd Krückel und Dr. Gerd Hachen bei den Organisatorinnen in der Frauen-Union für die Wahlkampf-Unterstützung im Rahmen ihrer traditionellen Frühjahrsveranstaltung.

Unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten: Nordrhein-Westfalen - Land der neuen Chancen” ging Thoben ans Mikrofon. Gleich zu Beginn machte sie klar, dass es ihr in ihrem Vortrag nicht nur um ihr Thema Wirtschaft, sondern auch um das Thema Frau gehen würde. Wenn sie vor fünf Jahren im Familien- oder Sozialministerium gelandet wäre... So begann sie ihr Referat, aber eine Frau als Wirtschaftsministerin: „Das hat mich schon ein ganzes Leben lang begleitet, aber nie sonderlich aufgeregt”, beschrieb sie ihr Selbstbewusstsein als Frau in der Politik.

Der Schlüssel zum Erfolg für Frauen sei Bildung, aber diese allein reiche nicht aus, erklärte sie und beschrieb in diesem Zusammenhang das Engagement der Landesregierung in puncto Kinderbetreuung. Wichtig sei, die Talente von Frauen auszuschöpfen, bei ihnen um Offenheit für Technik zu werben. Ingenieurleistung sei aber heute auch nicht mehr allein entscheidend für wirtschaftlichen Erfolg. Zu einem technisch perfekten Produkt gehöre seine Benutzerfreundlichkeit. Vor allem aber müsse es genau dem entsprechen, was der Kunde benötige. Ihr Beispiel: der Rollator. „Warum muss der so hässlich sein im Vergleich mit der Designqualität eines Kinderwagens oder eines Golf-Bags?” Genau da müssten Frauen helfen. Ihnen falle so etwas schneller auf.

Wichtig sei für Nordrhein-Westfalen eine Profilierung in der Tourismusbranche, streifte sie ein anderes Thema. Mit Blick auf die Diskussion der aktuellen Wirtschaftslage erteilte sie dem Glauben an Prognosen - „der Zahlengläubigkeit” - eine klare Absage. Nichts sei vollkommen, konstatierte Thoben. Das „C” im Namen ihrer Partei weise darauf hin. „Die letzte Wahrheit haben wir nicht. Auch wir machen Fehler, und die müssen wir aushalten.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert