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NPD demonstriert gegen Sexualtäter: 60 Festnahmen

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
Randerath / NPD-Demo / Helmut Gudat
Innerhalb weniger Minuten hatten die Beamten der Bereitschaftspolizei die NPD Mitglieder und Sympatisanten umzingelt. Auch der Kreistagsabgeordnete der NPD im Kreis Heinsberg, Helmut Gudat,(mit Käppi und Brille) wurde vorübergehend festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt. Foto: Georg Schmitz

Heinsberg-Randerath. Während einer Demonstration gegen den in Heinsberg-Randerath wohnenden 57-jährigen Sexualtäter hat die Polizei etwa 60 Frauen und Männer der rechten Szene kurzfristig festgenommen.

Die NPD hatte auf dem Marktplatz in Randerath eine Kundgebung angemeldet, die zwischen 13 und 18 Uhr stattfinden sollte. Nachdem anfangs nur zwei Dutzend Mitglieder der NPD sich fahnenschwenkend auf dem Marktplatz versammelt hatten, gesellten sich im Laufe der folgenden Stunde mehr als 30 weitere Sympatisanten dazu.

Auf Plakaten fordernd „Todesstrafe für Kinderschänder” und die Fäuste in der Luft ballend verlief die Kundgebung bis gegen 16 Uhr friedlich. Dann erklärte der initiierende Kreistagsabgeordnete der NPD im Kreis Heinsberg, Helmut Gudat die „Mahnwache” für beendet.

Nun setzten sich viele Frauen und Männer der rechten Szene in Richtung des Wohnhauses des Sexualtäters Karl D. in Bewegung. Dies wurde sofort durch die Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei Bochum und Dortmund verhindert, indem sie die Gruppe in Richtung Marktplatz zurückdrängte. Einige Demonstranten versuchten noch, über andere Wege zum Haus zu laufen, was jedoch aufgrund der massiven Polizeipräsenz nicht gelang.

Innerhalb weniger Minuten waren die Frauen und Männer von den Beamten eingekreist. „Etwa 60 Personen wurden vorübergehend festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt”, bestätigt der Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Heinsberg, Norbert Schröders. Die Personen, darunter auch der Kreistagsabgeordnete Helmut Guddat wurden fotografiert und ihre Identität festgestellt. Unter Begleitung von Beamten der Einsatzbereitschaften wurden sie dann des Platzes verwiesen.

Kurze Zeit später, gegen 18 Uhr begann dann die tägliche Demonstration von aufgebrachten Bürgern und „Demonstrations-Touristen” aus der ganzen Umgebung. Auch hier war die Polizei massiv präsent.
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