Noch freie Kita-Plätze: „Waldfüchse” tummeln sich bald in Gerderath

Von: mb
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Hoher Besuch zur Eröffnung des Waldkindergartens „Waldfüchse Gerderath” am Montag. Auch Bürgermeister Peter Jansen und Jugendamtsleiter Claus Bürgers wünschten alles Gute für die Zukunft. Foto: mb

Erkelenz-Gerderath. Fröhliches Kinderlachen dringt aus dem ehemaligen Vereinsheim des Tennisklubs Gerderath. Der Waldkindergarten „Waldfüchse” hat am Montag dort sein Domizil bezogen.

Da ließen es sich auch Bürgermeister Peter Jansen und Jugendamtsleiter Claus Bürgers nicht nehmen, zur Eröffnung alles Gute für die Zukunft zu wünschen und sich persönlich vor Ort ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten zu machen. Immerhin stammt das Angebot für dieses Gelände von der Stadt Erkelenz.

Das ehemals verwilderte Clubhaus ist inzwischen bedarfsgerecht umgebaut worden. „Ein paar Möbel und Einrichtungsgegenstände fehlen noch, aber das wird sich in den nächsten Tagen ändern”, erklärt Bettina Löpers, pädagogische Leitung der Euregio- Waldkindergärten Gerderath und Lövenich.

Die Küche ist auch fast fertig. Hier wird demnächst gebacken und Marmelade gekocht. Das fünfköpfige Team bestehend aus Bettina Löpers der Gruppenleiterin Ines Küppers und Ramona Recker, Ellen Zohren und Monika Schnitzler hat ausnahmslos Waldkindergarten-Erfahrung und betreut die Kinder von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr. In der Mittagspause von 12 Uhr bis 14 Uhr trifft man sich im Clubhaus zum Essen. Das Essen für die Kinder liefert ein Caterer.

Sechs Kinder sind am ersten Tag auf dem Gelände. „Wir arbeiten mit dem Berliner Eingewöhnungsmodell”, so Löpers. Die Trennung von den Eltern wird sanft vorbereitet, die Erzieherinnen nehmen vorsichtig erste Kontakte auf. 20 Plätze stehen zur Verfügung, darunter fünf Plätze für Kinder unter drei Jahren. Nebenan auf den ehemaligen Tennisplätzen wird noch hart gearbeitet. Ein riesiger Bagger trägt die rote Asche ab, und etwa hundert Laster werden voll beladen. „Das ist in zwei Tagen erledigt, dann kommt der Mutterboden”, weiß Florian Kuß, Vorsitzender der Elterninitiative, die zunächst den Waldkindergarten „Wühlmäuse” in Lövenich und nun den zweiten in Gerderath ins Leben gerufen hat.

Anschließend wird das Areal renaturiert. Ein Naschgarten mit Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren und einem Obstbaum wird hier entstehen. Weiden-Tipis werden zum Spielen einladen und auch über ein Hochbeet denkt man nach. Unverzichtbar für die Kinder ist eine Sitzgruppe aus Baumstämmen und ein kleiner Bachlauf. „Denn was gibt es Schöneres als Matschfrikadellen?”, fragt Löpers. Sie ist zuversichtlich, dass die Anlage im Oktober komplett ist.

Bis dahin werden Kinder und Erzieherinnen den kleinen Wald rund um das Clubhaus vereinnahmt haben. Hier können die Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang ausleben. Vorgefertigtes Spielzeug ist auf ein Minimum reduziert, die Natur gibt viele Anregungen für Spiel, Spaß und Abenteuer. Fantasie und Kreativität werden gefördert, Jahreszeiten werden hautnah erlebt und die Abwehrkräfte werden durch den ständigen Aufenthalt im Freien gestärkt.

14 Kinder, zum größten Teil aus Gerderath, gehören schon zu den „Waldfüchsen”. Die Plätze für die unter Dreijährigen waren sofort belegt, hier ist der Bedarf am Größten. Für Kinder über drei Jahren sind noch einige Plätze frei. Interessenten sind herzlich willkommen und können sich gerne den Waldkindergarten anschauen.

Weitere Auskünfte können bei Florian Kuß unter der E-Mail florian.kuss@gmail.com eingeholt werden.
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