Nistplätze für Turmfalken und Schleiereulen

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Um den Turmfalken ihre natürlichen Brutplätze wiederzugeben, werden an der Breberener Mühle einige Veränderungen vorgenommen. Hier bringt Peter Dreissen in luftiger Höhe an einem der Mühlenfenster eine Nisthilfe für Turmfalken an. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Mit einem ganz besonderen Projekt will die NABU-Ortsgruppe Rodebach, Saeffelbach, Kitschbachtal die Region „Der Selfkant” vernetzen. Den Turmfalken sollen ihre natürlichen Brutplätze wieder gegeben werden.

Einer dieser markanten Plätze ist die Windmühle in Breberen. Renate Djenanian von der Bezirksregierung Köln, war mit der Abnahme der Restaurationsarbeiten an der alten Mühle betraut. Dabei ist das Mauerwerk saniert und vor allem „vogelsicher” gemacht worden.

Es sollten keine Tauben und Dohlen mehr ins Innere gelangen können, weil sie hier alles verkotet und verdreckt haben. Bei der Abnahme war ihr die Idee gekommen, an dieser, wie auch möglichst an anderen Mühlen, wieder die traditionellen Brutplätze für Turmfalken und Schleiereulen zu schaffen. Mit diesem Vorschlag wandte sie sich dann an den NABU, beziehungsweise Franz Oschmann, der mit seinen Mitstreitern das Projekt anging.

Müller zeigt sich kooperativ

Karl-Heinz Tholen, Müller der Breberner Mühle, zeigte sich sofort kooperativ und auch die Vertreter des Mühlenvereins mit Josef Vraetz, die neben Breberen auch noch die historischen Mühlen in Haaren und Waldfeucht betreuen, haben an der Aktion Interesse. Während Peter Dreissen die entsprechende Verkleidung für das Fenster-Anflugloch baute, standen ihm beim Einbau Karl-Heinz Tholen, Franz Oschmann und Fritz Leistner zur Seite.

Die Erfahrungen aus dieser Aktion in Breberen sollen gesammelt werden, bevor der Mühlenverein mit weiteren Kästen in den anderen Mühlen aktiv wird. Aber auch der „mühlenlose” Selfkant wird in das Projekt eingebunden. Nisthilfen für den Turmfalken können nämlich auch alte Gemäuer, Ruinen oder Kirchtürme sein.

Auch „Kunstkästen” an hohen Bäumen, wie zum Beispiel im Bruch, oder Gebäuden wie der Hauptschule, sind idealer Ersatz und werden ohne Probleme angenommen. Die NABU-Ortsgruppe hat sich 1979 gegründet und hieß damals noch „Bund für Vogelschutz”. Mit diesem Turmfalkenprojekt besinnt man sich damit wieder auf die Anfänge.
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