Nikolausschule bleibt für die nächsten Jahre bestehen

Von: anna
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In einem Umzug durchs Dorf gel
In einem Umzug durchs Dorf geleitete das Kempener Bundesschützen-Trommler-, Pfeifer- und Bläsercorps die kleinen Artisten der Nikolausschule zum Zirkuszelt. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg-Kempen. Wird sie nun doch geschlossen? Vor Jahren schon einmal brodelten die Gerüchte um die Zukunft der Kempener Nikolausschule. Und auch jetzt wird wieder heftig diskutiert. Den Wortgottesdienst anlässlich des Schulfestes nahm Ortsvorsteher Ralf Baumann daher zum Anlass für deutliche Worte.

„Auch wenn es die kleinste Grundschule im Stadtgebiet ist, erfüllt es mich mit Stolz, eine so aktive Schule im Dorf zu haben”, erklärte er. Sie sei nicht nur in der Mitte des Dorfes, „nein, sie ist auch ein Mittelpunkt.” Dies zeige sich vor allem in den gemeinsamen Aktivitäten mit den Vereinen wie etwa mit der Feuerwehr, mit der Karnevalsgesellschaft oder mit dem Fußball-Club.

In der kleinen Schule bleibe kein Kind anonym. „Hier bei uns wird man offen empfangen, beschult und durch unser OGS Team auch noch am Nachmittag bestens betreut. Kann es schöner sein?”, fragte er und erteilte sodann allen Gerüchten eine klare Absage. „Ich kann Ihnen hier und heute versichern, dass unser Schulstandort hier in Kempen auch für die nächsten Jahre bestehen bleibt”, betonte er. Natürlich müsse man immer sehen, dass eine Schule genügend Kinder habe. „Ich möchte Sie aber dennoch bitten, ignorieren Sie einfach solche Gerüchte, denn sie bringen nur Unruhe”, sprach er die Gottesdienstbesucher direkt an.

Wenn es in irgendeiner Form zu Veränderungen an der Schule komme, würden die Schulleitung und auch er weit im Voraus informieren.

Zirkusprogramm zum Schulfest

Von diesen ernsten Worten ging es dann eher spaßig weiter im Schulfestprogramm, hatten die Kinder doch im Rahmen ihrer Projektwoche eine Zirkusvorführung mit Familie Lagrin vom Zirkus Regenbogen einstudiert. Sie war zum zweiten Mal in Kempen zu Gast und hatte dieses Jahr ihr Zelt auf der Wiese von Familie Schroeder gleich in der Nähe der Schule aufschlagen können. In einem zweistündigen Programm präsentierten sich die Kinder während der Vorstellung als Feuerschlucker, Akrobaten, Zauberer oder Clowns. Mit Gerrit Jansen hatten sie dabei sogar ihren eigenen Zirkusdirektor.

Das Zirkusprojekt, das der Schule von ihrem Förderverein ermöglicht wird, soll künftig alle vier Jahre stattfinden, damit jedes Kempener Grundschulkind sich einmal als echtes Zirkuskind fühlen kann. „Denn wirkliche Zirkusleute arbeiten mit ihren eigenen Methoden mit den Kindern und nehmen sie mit ihren Fähigkeiten, aber auch mit ihren Zweifeln und Ängsten ernst”, so Schulleiterin Elvira Tholen. Dabei könnten motorische Fähigkeiten ausdauernd gefördert werden, was so im Sportunterricht nicht möglich sei. Hinzu kämen die notwendige Disziplin bei der Zirkusarbeit, die eine wichtige Basisqualifikation für lebenslanges Lernen sei und eine Teamarbeit über alle Jahrgänge hinweg, wodurch sich Anerkennung und Respekt für die Leistungen der jeweils anderen Kinder ergeben würden.

Und auch sie lobte am Ende des Projekts die gute Zusammenarbeit mit den Vereinen im Dorf. So begleitete das Bundesschützen-Trommler-, Pfeifer- und Bläsercorps die Kinder in einem Festzug zu ihrer Vorstellung im Zirkuszelt. Und die Feuerwehr stellte der Zirkusfamilie Strom und Wasser zur Verfügung.
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