Nicht übermütig, „aber optimistisch“ sein

Von: anna
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Herzlich willkommen: Wilfried Oellers (r.), der CDU-Bundestagskandidat im Kreis Heinsberg, begrüßte am Freitag in der Kreisstadt Wolfgang Bosbach (CDU-MdB), den Vorsitzenden des Innenausschusses des Deutschen Bundestages. Foto: Anna Petra Thomas

Kreis Heinsberg. Die Mitglieder der Jungen Union standen, in gleiche T-Shirts gekleidet, vor der Heinsberger Stadthalle Spalier. Die Bühne innendrin war geradezu gepflastert mit den Porträts von Bundeskanzlerin Angela Merkel und von CDU-Bundestagskandidat Wilfried Oellers. Da machte der lange Weg durch die engen Reihen, voll besetzten Reihen ihm und seinem prominenten Wahlkampfhelfer Wolfgang Bosbach sichtlich Spaß.

Der Heinsberger Stadtverbandsvorsitzende Herbert Eßer begrüßte den Vorsitzenden des Innenausschusses im Deutschen Bundestag „als einen der profiliertesten Politiker der CDU-Bundestagsfraktion“. Was er damit gemeint hatte, machte Bosbach in einer eindrucksvollen, völlig freien Rede selbst deutlich. Er positionierte sich darin als Routinier christdemokratischer Politik, zugleich aber auch als ein Politiker, der sich nicht blind Fraktionszwängen unterwirft, sondern immer zu seinen ganz eigenen Überzeugungen steht, selbst wenn er damit in der eigenen Partei aneckt.

„So freundliche Worte zu meiner Person, stellen Sie sich das mal vor! In der eigenen Partei!“, lobte er dann auch mit viel Humor Essers Begrüßung. „Es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen“, erklärte er zur aktuellen Wahlkampfsituation. Sicherlich liege die CDU in den Umfragen vorn. Dies dürfe nicht übermütig machen, mahnte er, „aber optimistisch“. Man trete an gegen Rot-Rot-Grün, so seine Überzeugung. Die FDP werde die fünf Prozent „locker nehmen“, daher brauche sie „keine künstliche Beatmung durch die CDU“.

Mut, Optimismus und Tatkraft seien wichtig für die Zukunft. „Wir verzweifeln heute viel zu schnell. Nicht jedes Problem ist eine Katastrophe.“ Ein „gesunder, fröhlicher Patriotismus“ müsse erlaubt sein, „denn Vaterlandsliebe ist eine gute Sache!“ Wer so denke und fühle, sei bereit mehr zu tun als nur seine Pflicht.

Bosbach verteidigte die aktuelle Bildungspolitik gegen die Einheitsschule, „weil wir keine Einheitskinder haben“, und rief dazu auf, in Zeiten der Globalisierung den Zusammenhang zwischen Wirtschaftskraft und sozialer Leistungsfähigkeit nicht aus den Augen zu verlieren, ebenso wenig wie die soziale Gerechtigkeit mit Blick auf die arbeitenden Steuerzahler im Land. Bekannt klare Worte fand er schließlich auch beim Stichwort Euro: „Das ist eine Währungsunion, nicht eine Haftungs- und Transferunion!“

In einem kurzen Schlusswort positionierte sich Wilfried Oellers in zwei Punkten. Er versprach, sich einzusetzen, dass die Kommunen im Kreis „weiterhin auskömmlich ausgestattet sind“ und erinnerte daran, dass die CDU sich immer schon gegen die historische Trasse des Eisernen Rheins ausgesprochen habe und er das auch weiterhin tun werde, ebenso wie er bis zum Wahltag weiter für seinen Wahlsieg kämpfen werde. „Wichtiger als Umfragewerte sind Wahlergebnisse!“, so seine Devise, mit der er um Unterstützung durch seine Parteifreunde warb.

Nachdem Bosbach zwei Pakete mit Tennisbällen von Oellers und einen Blumenstrauß von Eßer als Geschenke entgegengenommen hatte, eilte er weiter von Heinsberg zur nächsten Wahlveranstaltung nach Krefeld.

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