Nicht alles läuft glatt auf der neuen Bahnstrecke

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
6781419.jpg
Vielleicht sind es ja noch die berühmten Kinderkrankheiten, aber der Bahnverkehr zwischen Heinsberg, Lindern und Aachen läuft noch nicht reibungslos. Foto: Georg Schmitz

Heinsberg/Geilenkirchen/Aachen. Nicht alles läuft glatt bei der Deutschen Bahn, auch nicht auf der „frisch“ in Betrieb genommenen Strecke Heinsberg-Lindern. Hier verkehrt die Wurmtalbahn bekanntlich stündlich von Aachen nach Heinsberg und zurück.

Schon am Eröffnungssonntag gab es mit dem Ankuppeln der beiden Flügelzüge in Lindern Probleme. „Eine umsteigefreie Fahrt nach Aachen ist derzeit nicht möglich. Wir bitten dies zu entschuldigen“, deutete eine Lautsprecherdurchsage im Zug auf diesen Missstand hin.

Eigentlich hätten die Fahrgäste von Heinsberg nach Aachen und umgekehrt ohne umzusteigen ihre Ziele erreichen müssen. Doch das hatte irgendwie den ganzen Morgen nicht geklappt, so dass alle Mitreisenden in Lindern umsteigen mussten. Erst gegen Mittag lief der Ankoppelvorgang wie geplant. Am Montagnachmittag dann mussten rund 50 Fahrgäste einen unerwarteten Rauswurf aus dem Personenzug in Oberbruch hinnehmen.

Julia Troschke(16) aus Geilenkirchen befand sich auf der Fahrt nach Heinsberg, als im Bahnhof Oberbruch plötzlich die Durchsage kam: „Der Zug endet hier, bitte steigen sie auf andere Verkehrsmittel um.“ Die Fahrgäste seien perplex gewesen und mussten zur nächsten Bushaltestelle gehen, um später von dort nach Heinsberg zu gelangen. An der unvorhergesehenen Endstation sei gesagt worden, dass der Zug aufgrund einer Verspätung den nächsten Anschluss in Lindern verpassen würde.

Julia Troschke war in Geilenkirchen zugestiegen, hier hatte die RB 33 mit planmäßiger Abfahrt um 16.01 Uhr mit Flügel nach Heinsberg bereits knapp zehn Minuten Verspätung. In Lindern habe der Zugteil nach Heinsberg dann noch mal über zehn Minuten gestanden, während der Flügel nach Mönchengladbach direkt nach Ankunft losgefahren sei. Insgesamt hat es über eine Stunde gedauert, bevor die 16-Jährige ihr Ziel Heinsberg endlich erreicht hatte.

Auf Nachfrage bestätigte die Deutsche Bahn den Vorfall. Es sei so, dass der Zug von Duisburg nach Aachen verspätet in Aachen angekommen sei, dort gewendet habe, um dann mit reduzierter Geschwindigkeit nach Lindern zu fahren. Der andere Zugteil sei in Richtung Heinsberg gefahren. „Die Betriebsleitung hat sich dann entschlossen, den Zug vorzeitig zu wenden, um ihn zeitlich wieder einigermaßen ins Lot zu bringen“, so ein Bahnsprecher.

Leserkommentare

Leserkommentare (9)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert