Neues Selbstbewusstsein unter den Künstlern

Von: disch
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Sie betrachtet die Kunsttour als repräsentativ für die Kunstszene im Kreis Heinsberg: Dr. Rita Müllejans-Dickmann. Das Bild zeigt die Museumsleiterin des Kreises an der Skulptur Trilogie Nr. 3 des Künstlers Dirk Gottfriedt aus Waldfeucht-Bocket vor dem Kreishaus in Heinsberg. Foto: defi

Kreis Heinsberg. „Geboren” wurde die Idee zur Kunsttour, zum Tag der offenen Ateliers und Galerien in der Freizeit-Region Heinsberg, nachdem der Heinsberger Tourist-Service (HTS) 1999 zusammen mit dem Kreismuseum ein Projekt zur touristischen Erschließung des Kreises Heinsberg gestartet hatte.

War vor der ersten Kunsttour im Jahr 2002 zu ahnen, dass sich diese Veranstaltung zu einem „Dauerläufer” entwickeln würde? „Die Idee wäre nicht geboren worden, wenn wir nicht gewusst hätten: Das Potenzial ist da!” Dies sagte jetzt die Museumsleiterin des Kreises, Dr. Rita Müllejans-Dickmann, vor der zehnten Auflage der Veranstaltung, die am Sonntag, 1.Mai, von 11 bis 18 Uhr zu insgesamt 42 Stationen führen wird.

Anfangs habe eher Skepsis geherrscht, erinnert sich Rita Müllejans-Dickmann. Es sei durchaus schwierig gewesen, erfolgreich Überzeugungsarbeit zu leisten - nach dem Motto: „Es lohnt sich doch!”

Das Bild, das die Kunsttour über die Kunstszene im Kreis Heinsberg vermittelt, ist nach Einschätzung der Museumsleiterin durchaus repräsentativ. Die Kunstszene sei in Bewegung. So würden jedes Jahr neue Namen im Flyer auftauchen, könnten also jedes Jahr auch neue Bewerber die Kriterien erfüllen und die Jury überzeugen. Die vor einigen Jahren getroffene Entscheidung des HTS als Organisator der jährlichen Veranstaltung, eine Jury einzusetzen, habe auf jeden Fall Sinn gemacht, so Rita Müllejans-Dickmann. Zuvor seien im noch größeren Teilnehmerfeld doch Qualitätsschwankungen und bisweilen Riesenunterschiede im Niveau festzustellen gewesen, wie auch Rückmeldungen von Besuchern gezeigt hätten.

Mit der Kunsttour seien gleich zwei wichtige Ziele erreicht worden: Kunstinteressierten sei verdeutlicht worden, dass sie nicht unbedingt in die Ballungsgebiete von Köln, Aachen, Düsseldorf oder Mönchengladbach fahren müssten, sondern dass Kunst auch hier in der Region zu erleben sei: „Warum in die Ferne schweifen...” Andererseits habe sich in der Kunstszene unter den Künstlern „ein neues Selbstbewusstsein entwickelt”, hat die Museumsleiterin festgestellt. Die Künstler hätten sich früher doch eher stiefmütterlich behandelt gefühlt und seien dann überrascht gewesen, wie positiv sie in der Region wahrgenommen würden.

Dazu hätten auch die Kunstvereine entscheidend beigetragen Ñ ob Canthe in Hückelhoven, das Künstler-Forum Schloss Zweibrüggen in Übach-Palenberg oder der Pro Arte Kunstförderkreis Niederrhein in Erkelenz, die das ganze Jahr über Künstlern aus der Region ein Forum bieten würden. Dass der Kunstverein Region Heinsberg sich bei der Auswahl der ausstellenden Künstler eher überregional orientiert, will Rita Müllejans-Dickmann dabei gar nicht kritisch betrachten, eher im Gegenteil: „Das ergänzt sich.”
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