Neuer Chefarzt: Allrounder auf dem Gebiet der Chirurgie

Von: Monika Baltes
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Dr. Wolfgang Philipp ist neuer
Dr. Wolfgang Philipp ist neuer Chefarzt der Chirurgie an der St.-Antonius-Klinik in Wegberg.

Wegberg. Er rollt das „R” so schön. Ob er aus Franken kommt? Dr. med. Wolfgang Philipp (57), neuer Chefarzt in der Chirurgie der St. Antonius Klinik in Wegberg, lacht. „Nein, aus Oberhessen. Ich wurde in Lich in der Nähe von Gießen geboren.”

Erst vor wenigen Tagen ist er an seinem neuen Arbeitsort angekommen und weder das Büro noch der Schreibtisch sind vollständig eingerichtet. Aber am Wochenende hat er Dienst und hofft, dann ein wenig Zeit für die letzten Handgriffe zu finden.

Dr. Philipp ist einer der mittlerweile selten gewordenen Allrounder auf dem Gebiet der Chirurgie: Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzbezeichnung spezielle Unfallchirurgie. Damit deckt er die komplette Grund- und Regelversorgung ab. „Wir sind sehr froh, Dr. Philipp für unser Krankenhaus gewinnen zu können”, sagt Dany Molz, Geschäftsführerin der St. Antonius Klinik.

Dr. Philipp kommt vom Krankenhaus Maria Hilf Stadtlohn, wo er als leitender Oberarzt tätig war und sammelte bereits in Fritzlar (Hessen) und Warstein (Sauerland) Erfahrungen als Chefarzt der chirurgischen Abteilung. Schon 1990 widmete er sich dem damals noch jungen laparoskopischen Operationsverfahren, bei dem mit Hilfe eines optischen Instrumentes Eingriffe innerhalb der Bauchhöhle vorgenommen werden.

Dabei hatte er, geprägt von aktiver katholischer Jugendarbeit in seiner Heimat, zunächst ein Pädagogik-Studium begonnen. Dann kam der Zivildienst. 16 Monate lang hat er im Krankenhaus in Lich gearbeitet und mit einem Examen als Krankenpflegehelfer abgeschlossen. „Da wusste ich, du gehörst in die Medizin”, erinnert er sich. 1978 nahm er sein Medizin-Studium in Düsseldorf auf.

Düsseldorf ist Lebensmittelpunkt

Düsseldorf ist auch der Lebensmittelpunkt seiner Familie geblieben. Hier wohnt er mit seiner Frau und den drei Söhnen. Zwei Söhne studieren, der Jüngste steht kurz vor dem Abitur. „Ich bin immer von Düsseldorf aus zu meiner Arbeit gependelt” Er freut sich, dass er jetzt nur 48 Kilometer fahren muss, um seinen Arbeitsplatz zu erreichen. „In einer guten halben Stunde bin ich am Ziel.”

Seinen Vorgänger als Chefarzt der Chirurgie Wegberg, Dr. Gert Pattay, kennt er schon aus den 90-er Jahren. Damals war er Assistenzarzt während Dr. Pattays Zeit als Chefarzt der Abteilung der Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Evangelischen Krankenhaus Wesel. Der gute Kontakt zu Pattay sei auch wichtig für seine Entscheidungsfindung für die St. Antonius-Klinik gewesen. Pattay wird auch weiterhin aktiv bleiben und das Chirurgie-Team zeitlich reduziert unterstützen, vor allem auf seinem Spezialgebiet, der planbaren Fuß- und Handchirurgie.

Zu den Behandlungsschwerpunkten von Dr. Philipp gehören unter anderem die Allgemeine Chirurgie mit minimal-invasiven Verfahren bei Leisten- und Bauchwandbrüchen, Entfernung von Blinddarm, Gallenblase und die Versorgung typischer Erkrankungen und Verletzungen der Bauchhöhle, Schilddrüse sowie die Entfernung von gut- und bösartigen Geschwülsten. Im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie zählen das Einsetzen von Prothesen, zum Beispiel an Knie-, Hüft- und Schultergelenk, Gelenkspiegelungen mit rekonstruktiven arthroskopischen Operationstechniken, Versorgung von Brüchen der oberen und unteren Extremität, Krampfadern sowie Bandplastiken bei frischen und chronischen Sportverletzungen dazu.

Dr. Philipp richtet den Blick in die Zukunft. ”In Wegberg kann ich noch selber etwas gestalten, die chirurgische Abeilung neu positionieren und eine Perspektive für die nächsten zehn Jahre aufzeigen.” Sein erstes Bauchgefühl sei gewesen, auf einer Wellenlänge mit den Kollegen im Wegberger Krankenhaus zu liegen. Der demografische Wandel stelle die Medizin vor neue Herausforderungen. Gerade in ländlichen Gegenden sei es wichtig, eine wohnortnahe Versorgung mit einem breitgefächerten Basisangebot sicherzustellen. Da werde noch viel Aufbauarbeit auf ihn zukommen.

Wanderung durch Deutschland

Ob da noch Zeit für ein Hobby bleibt? Dr. Philipp lacht wieder: „Ja, ich wandere und habe gerade ein größeres Projekt in Angriff genommen. Seit langer Zeit will ich mit meinem besten Freund einmal quer durch Deutschland wandern. Kürzlich haben wir die erste Etappe geschafft: Von Flensburg nach Kiel”.
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