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Neue Regelung: Viele Radwegschilder werden abgebaut

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Änderung der Straßenverkehrsordnung: Der Radfahrer soll nach Darstellung des Kreises nun in aller Regel frei entscheiden können, ob er auf dem Radweg oder der Straße fährt. Symbolbild: imago/K-P Wolf

Kreis Heinsberg. Auf bedeutende Veränderungen nicht nur für Radfahrer, sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer hat jetzt das Straßenverkehrsamt des Kreises Heinsberg hingewiesen. Denn zurzeit verschwinden viele blaue Radwegschilder aus dem Straßenbild. Doch warum?

Eine Jahre zurückliegende Änderung der Straßenverkehrsordnung macht den früheren Regelfall laut Kreis zur absoluten Ausnahme: die Verpflichtung zur Benutzung des Radweges durch die bekannten Verkehrszeichen „Radweg“ (Zeichen 237) oder „gemeinsamer …“ (240) beziehungsweise „getrennter Rad-/Gehweg“ (241). In den großen Städten und Ballungszentren sei die neue Philosophie bereits umgesetzt worden. Jetzt hätten auch „auf dem Land“ die zuständigen Straßenverkehrsbehörden in Zusammenarbeit mit der Polizei und den Straßenbaubehörden begonnen, die vielen Kilometer Radwege zu überprüfen und nicht mehr zulässige Schilder abzubauen, berichtete die Pressestelle des Kreises. Zuständige Behörden für sämtliche straßenverkehrsrechtlichen Entscheidungen seien das Straßenverkehrsamt des Kreises für die Stadt Wassenberg und die Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht sowie die örtlichen Ordnungsbehörden der anderen mittleren kreisangehörigen Städte für ihr Stadtgebiet.

Radfahrer frei in der Entscheidung

Der Radfahrer soll nach Darstellung des Kreises nun in aller Regel frei entscheiden können, einen rechtsseitig gegebenenfalls vorhandenen Radweg zu benutzen oder auf der Fahrbahn zu fahren. Die Anordnung der Benutzungspflicht durch das Verkehrszeichen stelle eine Einschränkung dieser Entscheidungsfreiheit dar und unterliege denselben strengen Anforderungen wie jede andere Einschränkung des fließenden Verkehrs. Linke Radwege – also solche „entgegen der Fahrtrichtung“ – dürften nur benutzt werden, wenn ihre Benutzung entweder ausnahmsweise durch Verkehrszeichen vorgeschrieben oder durch ein Zusatzschild mit einem Fahrrad-Piktogramm und dem Wort „frei“ erlaubt sei.

Benutzungspflicht und Freigabe, egal für welche Fahrtrichtung, würden jeweils vom Schild bis zur nächsten Einmündung/Kreuzung gelten. Werde keine Wiederholung angezeigt, ende die jeweilige Anordnung dort. Zukünftig müssten sich insbesondere die motorisierten Verkehrsteilnehmer also darauf einstellen, viel öfter Radfahrer auf der Fahrbahn anzutreffen – auch dort, wo möglicherweise ein Radweg vorhanden sei. Und diese Radfahrer würden dann nicht unbedingt etwas falsch machen.

Die neue Philosophie

Die erwähnte neue Philosophie baut laut Kreis auf dem Gedanken, dass die Radfahrer auf der Fahrbahn von Autofahrern intensiver, bewusster wahrgenommen und eher als Partner empfunden würden und es durch diese permanente Wahrnehmung weniger Unfälle an den bisherigen Konfliktpunkten wie Einmündungen, Kreuzungen oder Kreisverkehren – geben werde.

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