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Neue Patinnen können jungen Familien helfen

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Die neuen Familienpatinnen mit Caritas-Geschäftsführer Gottfried Küppers (3.v.l.), den Koordinatorinnen Andrea Schwarz (2.v.l.) und Stella Klein (2.v.r.) sowie Vertretern der Jugendämter. Foto: Petra Wolters

Kreis Heinsberg. Neun Frauen haben nach der dritten Ausbildungsrunde zur Familienpatin von der Caritas-Jugendhilfe und den Jugendämtern ihre Zertifikate erhalten. Damit gibt es im Kreisgebiet derzeit 44 ausgebildete Patinnen.

Von den bisher 35 seit dem Start des Projekts im Jahr 2006 zertifizierten Frauen waren oder sind 27 bereits aktiv, wie Stella Klein, zusammen mit ihrer Kollegin Andrea Schwarz Koordinatorin des Projekts, im Rahmen einer kleinen Feierstunde für die neuen Patinnen in Heinsberg berichtete. Grundlegende Motivation, Patin zu werden, sei für alle Frauen gewesen, die eigene Lebenserfahrung mit Familien zu teilen, die Unterstützung benötigen.

Die Themen der Ausbildung in insgesamt sieben Modulen reichen von der medizinischen Vorsorge bis hin zu Haushaltsorganisation, gesetzlichen Grundlagen und Gesprächsführung.

Bei der aktuellen Ausbildung, die über zwei Monate lief, hatten Cornelia Forschelen vom Jugendamt Hückelhoven, Gemeindesozialarbeiterin Bärbel Windelen und Dr. Matthias Dietzsch, Gynäkologe im Heinsberger Krankenhaus, mitgewirkt.

Insgesamt habe es bisher 99 Anträge auf Patenschaften für junge Familien gegeben. 53 Patenschaften seien bisher insgesamt eingerichtet worden, so Klein weiter. 24 Patenschaften würden derzeit noch laufen. Neben der ursprünglichen Zielsetzung, Patinnen in jungen Familien mit dem ersten Kind einzusetzen, habe die Erfahrung gezeigt, dass auch Familien Unterstützung benötigten, die schon mehrere Kinder hätten und bei denen eine Situation der Überforderung entstanden sei. Auch da habe man deshalb bereits Patinnen eingesetzt.

Als vorrangige Gründe für die Ablehnung von Patenschaften nannte sie veränderte Lebenssituationen, in denen Familien oft selbst in ihrem eigenen sozialen Umfeld neue Unterstützung gefunden hätten. Daneben hätten Familien aber auch in anderen sozialen Einrichtungen eine passende Unterstützung gefunden. Ein weiterer Ablehnungsgrund sei die zu weite Fahrtstrecke gewesen, die eine Patin hätte in Kauf nehmen müssen, um eine Familie zu betreuen.

Dass sich überhaupt Menschen finden würden, die sich für diese Art der ehrenamtlichen Arbeit zur Verfügung stellen würden, sei „aller Ehren wert”, betonte Caritas-Geschäftsführer Gottfried Küppers. „Das ist mehr als ein Hobby, das ist eine Aufgabe”, betonte er. „Sie machen sich auf den Weg für eine neue kleine Familie, damit sie einen guten Weg geht.”

Über den Besuch des Caritas-Geschäftsführers freuten sich Monika Klüppel und Helga Troiber-Geller als Leiterinnen der Caritas-Jugendhilfe ebenso wie über den von insgesamt fünf Vertretern der Jugendämter, die zusammen mit ihnen die Zertifikate übergaben: Michael Steinhäuser für das Kreisjugendamt sowie für die städtischen Jugendämter Claus Bürgers (Erkelenz), Birgit Gerhards (Geilenkirchen), Peter Maaßen (Heinsberg) und Cornelia Forschelen (Hückelhoven).

Die neuen Patinnen und ihre Jugendamtsbereiche: Jutta Davis, Gaby Röpert und Claudia Lamm (Kreisjugendamt), Gertrud Goertz und Loni Schuwirth (Erkelenz), Maria Salazar-Gomez (Geilenkirchen), Astrid Kummert-Hauser (Heinsberg) sowie Ursula Kind und Cornelia Schmidt (Hückelhoven).

Gesucht werden noch weitere Patinnen vor allem für Geilenkirchen, Hückelhoven und Wassenberg sowie für die Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht. Interessentinnen erhalten nähere Informationen bei der Caritas-Jugendhilfe in Heinsberg, 02452/919293, oder in Erkelenz, 02431/9484418.
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