Selfkant - Neue Geschäftsführerin: Der „Selfkant“ erhält ein junges Gesicht

Neue Geschäftsführerin: Der „Selfkant“ erhält ein junges Gesicht

Von: dawin
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Kyra Nandzik, Geschäftsführerin des Zweckverbandes „Der Selfkant“, blickt bei der Ideensuche über den kommunalen Tellerrand. Foto: dawin

Selfkant. Das Fest zum Tag der Deutschen Einheit, das in diesem Jahr in Hannover stattfand, ist ein besonderes Highlight im Veranstaltungskalender des Zweckverbandes „Der Selfkant“.

Dort hat die Freizeitregion mit ihren drei Gemeinden Selfkant, Gangelt und Waldfeucht die Möglichkeit, sich der bundesweiten Öffentlichkeit zu präsentieren und die Werbetrommel für den Flecken ganz im Westen zu rühren, dessen Bekanntheitsgrad sicher ausbaufähig ist.

„Wir sind zufrieden“, blickt Kyra Nandzik, die Geschäftsführerin des Zweckverbandes „Der Selfkant“, auf den Auftritt in Hannover zurück. Nun ja, eigentlich war es nicht die Freizeitregion „Der Selfkant“, die dort in Erscheinung trat, sondern der Zipfelbund mit den vier Eckgemeinden Deutschlands – sprich Selfkant, Oberstdorf in Bayern, Görlitz in Sachsen und List auf Sylt. Doch die touristische Vermarktung zielt auf die gesamte Freizeitregion ab – und trägt auch Früchte. Diese positive Feststellung kann Kyra Nandzik aus den gut 14 Monaten, die sie nun im Amt ist, mitnehmen. „Insgesamt wurden in diesem Jahr 5000 Zipfelpässe verkauft. Das Interesse ist also ziemlich groß“, bilanziert die 23-Jährige.

Oberstdorf, Görlitz und List sind natürlich Kommunen, die im Tourismus einen Namen haben. Aber Selfkant? Doch genau das macht offensichtlich den Reiz aus: „Die meisten interessieren sich gerade für die Selfkantregion, weil sie mit dem westlichsten Punkt aufwarten kann. Sie wollen ihnen noch unbekanntes Terrain erkunden“, so die Erfahrungen von Kyra Nandzik. Die Resonanz sei ausgezeichnet, konstatiert die Geschäftsführerin, und macht dies an einem Beispiel fest: „Beim vorletzten Tag der Einheit war ein Lehrer aus Hessen auf uns aufmerksam geworden. Im Frühjahr reiste er mit seiner Klasse in die Freizeitregion und wohnte in einem Waldfeuchter Hotel.“ Die Gäste waren begeistert unter anderem vom Gangelter Wildpark, von der Selfkantbahn und dem westlichsten Punkt, der bald ein repräsentatives Aussehen erhalten soll.

Die Inhalte des Zweckverbandes sollen sich nicht wesentlich verändern. So hat Kyra Nandzik von ihrer Vorgängerin Dorothee Fernholz im Juni vergangenen Jahres auch die programmatische Ausrichtung übernommen. Wie steht es in den bunten Werbebroschüren zu lesen: Die Besucher sollen Freizeit und Landschaft erleben, sich in schöner Natur zu Fuß oder per Fahrrad bewegen – und dies in vollen Zügen genießen.

Nandzik, die den Job als Geschäftsführerin neben ihrer Stelle im Einwohnermelde- und Ordnungsamt im Tüdderner Rathaus nur „teilweise“ bekleidet, hält an Bewährtem fest und verliert dabei Neues nicht aus den Augen. Momentan arbeitet sie gemeinsam mit der niederländischen Grenzgemeinde Echt-Susteren an einem Konzept, das die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der touristischen Unternehmen verbessern soll. „In Planung sind eine Freizeitkarte mit vielen Informationen und ein Gutscheinbuch.“

Kyra Nandzik ist 23 Jahre jung. Und vielleicht ist ihr jugendliches Alter auch ein Pfund, das sie bei der Ideensuche in die Waagschale werfen kann. „Ja, vielleicht gelingt es mit entsprechenden Aktivitäten oder Veranstaltungen, noch mehr junge Leute für die Selfkantregion zu gewinnen“, überlegt sie. Ein erster Schritt dorthin wurde bereits mit dem „Selfkantlauf“ gemacht, der zumeist Teilnehmer der jüngeren Generation an den Start lockt. Wichtig sei es, sagt sie, dass man auch mal über den kommunalen Tellerrand schaut und sich inspirieren lässt.

Vor diesem Hintergrund sind auch Veranstaltungen wie die zur Deutschen Einheit von besonderer Bedeutung: „Klar, das sind größere Dimensionen. Aber die ein oder andere Anregung lässt sich vielleicht auf unsere Freizeitregion übertragen.“ Nandzik schaut optimistisch auf ihr zweites Jahr als Geschäftsführerin des Zweckverbandes: „Ich habe bislang viele gute Erfahrungen gemacht, auf die will ich weiter aufbauen.“

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