Naturschützer legen Rheinischen Obstsortengarten an

Von: koe
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Die ersten Obstbäume blühen schon: Nabu-Projektleiterin Katharina Tumbrinck (l.) und ihre Mitstreiter wollen auf der ehemaligen Pfirsichplantage in Wassenberg einen Rheinischen Obstgarten anlegen. Foto: Koenigs

Wassenberg. Einen Rheinischen Obstsortengarten plant die Nabu-Naturschutzstation Haus Wildenrath auf einer ehemaligen Pfirsichplantage an der Bundesstraße 221. Die Stadt Wassenberg hat das Grundstück erworben. Es soll in den nächsten zwei Jahren mit schon bekannten rheinischen Obstsorten sowie mit der lokalen Pfirsichsorte Wassenberger Sämling bestückt werden.

Wie Projektleiterin Katharina Tumbrinck erläuterte, sollen insbesondere vom Aussterben bedrohte Obstsorten gesichert werden. Schließlich gebe es mindestens 400 verschiedene rheinische Obstsorten, die sich durch eine Vielzahl spezifischer Eigenschaften auszeichnen.

Da sind beispielsweise die regional bessere Anpassung an das Klima und die Eignung zur Herstellung regionaltypischer Produkte zu nennen oder die Verträglichkeit für Obstallergiker. Die Bevölkerung soll mit Öffentlichkeitsarbeit, Verköstigung und Vermarktung für das Projekt gewonnen werden.

Die Verantwortlichen vom Naturschutzbund haben konkrete Vorstellungen, was die Zeitplanung des Projekts angeht. Erste Herstellungsarbeiten finden bereits statt, Gehölzaufwuchs und Müll werden entfernt. Danach wird ein barrierefreies Wegenetz auf der Plantage von Mitarbeitern und Fremdfirmen angelegt.

Schrittweises Nachpflanzen rheinischer Obstsorten durch Nabu-Mitarbeiter und Freiwillige schließt sich an, ehe eine Veredlungsfläche durch die Freie Waldorfschule in Angriff genommen wird. Ausstellungs- und Lagerräume sind geplant sowie ein Obstrundweg mit Erläuterungen.

Ein Infostand mit Werbematerialien darf nach den Vorstellungen der Planer nicht fehlen.

Am Ende sind Veranstaltungen wie Sortenausstellungen, Fortbildungskurse, Obstfeste und Veranstaltungen mit Schulklassen vorgesehen. Die Pflege der gepflanzten Jungbäume soll im Rahmen von Schnittkursen gesichert werden.

Es ist geplant, 1000 Obstbäume von zirka 500 Sorten in einem Zeitraum von zehn Jahren anzupflanzen. Um die freiwilligen Helfer zu unterstützen, bittet die Nabu-Naturschutzstation um Mithilfe der Bevölkerung. Sachspenden wie ausrangierte Gartenmöbel oder Essensspenden für die Helfer sind willkommen. Man hat sich jedenfalls viel vorgenommen beim Nabu und den Kooperationspartnern, den Städten Wassenberg und Wegberg, der Freien Waldorfschule und der Rurtalschule.
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