Wassenberg - „Nationalparkregion De Meinweg”: Aussichtspunkt ins Tal der Maas

„Nationalparkregion De Meinweg”: Aussichtspunkt ins Tal der Maas

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Wer aus dem Kreis Heinsberg einen Nationalpark besuchen möchte, braucht nicht in die Eifel zum neu errichteten Nationalpark am Rursee zu fahren: Besucherzentrum des niederländischen Nationalparks De Meinweg, ein Katzensprung von der Grenze bei Rothenbach entfernt. Foto: Walter Brehl

Wassenberg. Die Stadt Wassenberg beteiligt sich mit 30.000 Euro an dem Konzept „Nationalparkregion De Meinweg”, das von Leo Reyriak, Geschäftsführer des deutsch-niederländischen Naturparks Maas-Schwalm-Nette, vorgestellt wurde.

Der Planungs- und Umweltausschuss des Wassenberger Rates stimmte dem Konzept einhellig zu. Die Eigenmittel der Stadt von 30.000 Euro müssen in den Jahren 2010-2012 zur Verfügung gestellt werden.

Auf dem Wiener Kongress (1814-1815) wurde die deutsch-niederländische Grenze für das Meinweggebiet festgelegt. Vom Mittelalter an bis zur endgültigen Grenzlegung 1822 war das Gebiet in gemeinschaftlichem Eigentum von zwölf Kirchspielen: Melick, Herkenbosch, Arsbeck, Birgelen, Ophoven, Steinkirchen, Viodrop, Karken, Herten, Maasniel, Ober- und Niederkrüchten und der Städte Roermond und Wassenberg.

Der Meinweg spiegelt beiderseits der Grenze diese gemeinsame Geschichte wieder. Charakteristisch für das Gebiet ist die Terrassenlandschaft mit ihren beachtlichen Höhenunterschieden (bis 50 m) und Naturschutzgebieten, die Teil des europäischen Netzwerks Natura 2000 sind.

Das Meinweggebiet ist landschaftlich besonders reizvoll und für nachhaltigen Tourismus geeignet. Bis heute findet kaum oder unzureichend eine grenzüberschreitende Abstimmung zwischen den Naturschutzorganisationen und Eigentümern der Gebiete statt.

„Dadurch werden Potentiale für Natur und Landschaft nicht genutzt”, heißt es in der Projektbeschreibung des Naturparks Maas-Schwalm-Nette. Im Rahmen des Projektes soll zum ersten Mal eine grenzüberschreitende Arbeitsgruppe zur Pflege der Natur gegründet werden.

Die beteiligten Gemeinden haben alle das Ziel, den nachhaltigen Tourismus zu verbessern. Die Zusammenarbeit im Rahmen eines gemeinsamen Marketings fehlt dabei bislang noch. Auch (zweisprachige) grenzüberschreitende Informationen und Angebote sind kaum vorhanden.

Die gemeinsame Kulturgeschichte bietet die Chance, neue Kombinationen zu verwirklichen und zweisprachig zu vermarkten, so unter anderem die Natur-, die kulinarische und die archäologische Route.

Zum ersten Mal wird in der Region die Zusammenarbeit zwischen Naherholungssektor, Naturorganisationen, Heimatvereinen und Anbietern regionaler Produkte grenzüberschreitend gefördert. Es gibt zurzeit noch keine Natur- und Landschaftsführer, die niederländische und deutsche Gruppen grenzüberschreitend führen. Die Ausbildung solcher Natur- und Kulturführer ist einzigartig an der deutsch-niederländischen Grenze.
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