Wegberg-Tüschenbroich - Nach Rohrbruch Pflegeheim evakuiert

Nach Rohrbruch Pflegeheim evakuiert

Von: hewi/koe
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Nach einem Wasserschaden musste ein Altenheim in Tüschenbroich evakuiert werden. 23 Bewohner mussten das Haus verlassen. An der Rettungsaktion waren Feuerwehr, DRK und Malteser Hilfsdienst beteiligt. Foto: Koenigs

Wegberg-Tüschenbroich. Bei klirrender Kälte mussten Feuerwehr, Rotes Kreuz und Malteser am Mittwoch zu einem Rettungseinsatz in Tüschenbroich ausrücken: Das Altenpflegeheimes Haus Janske musste in einem Großeinsatz evakuiert, die Bewohner wurden in umliegende Pflegeheimen und Krankenhäusern untergebracht.

Grund war der kältebedingte Bruch einer Wasserleitung, der den Pflegebetrieb lahm zu legen drohte. Sowohl Kalt- wie Heißwasser war vom zweiten Obergeschoss des Verwaltungstraktes bis in das Erdgeschoss geflossen und hatte es unter Wasser gesetzt. Zum Glück, so betonte die Heimleiterin Hanna Golnik, funktionierte die Heizung weiterhin tadellos.

Doch die Geräte zur Austrocknung der Wände und des Bodens verursachten nicht nur Lärm, sondern erzeugten auch eine saunaartige Luftfeuchtigkeit, der man die 23 pflegebedürftigen Bewohner nicht aussetzen wollte.

Die Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Stadt und Kreis funktionierte reibungslos, so Golnik. Innerhalb kürzester Zeit waren gegen Mittag Rettungs- und Einsatzfahrzeuge vor Ort, um die Evakuierung vorzubereiten. Problematisch wurde der Einsatz dadurch, dass in dem Altenpflegeheim fast ausschließlich Wachkoma- und Demenzpatienten untergebracht sind, deren Verlegung einen großen logistischen und auch personellen Einsatz erforderte.

Auch mussten die passenden Unterkünfte gefunden werden, bevor mit dem Transport begonnen werden konnte. So wurde eifrig telefoniert und organisiert, um alle Bewohner unterbringen zu können. Die Anfragen reichten von Übach-Palenberg bis Mönchengladbach und Neuss.

Die Rettungs- und Transportwagen des Roten Kreuzes warteten derweil auf ihren Einsatz. Es war nicht leicht, Unterbringungsmöglichkeiten zu finden. „Aufgrund der Pflegebedürftigkeit der Bewohner müssen die Unterkünfte bestimmte Anforderungen erfüllen”, erläuterte der Wegberger Stadtbrandinspektor Klaus Bodden.

„Unsere Leute stehen Gewehr bei Fuß und warten auf grünes Licht.” Wegen der Kälte wurde im Tüschenbroicher Pfarrheim Tee an die rund 60 Einsatzkräfte ausgeschenkt. Gegen 13.30 Uhr begann der Abtransport der ersten Bewohner in das Hückelhovener AWO-Pflegeheim. Von da an ging es zügig voran, sodass der Einsatz gegen 16 Uhr beendet werden konnte. In ihren neuen Unterkünften werden es die Bewohner wohl eine Zeit lang aushalten müssen.

Golnik rechnet mit rund 14 Tagen, bis das Gebäude wieder trocken ist. Dann beginnen die Renovierungsarbeiten. Immerhin, so betonte sie, habe der Einsatz gezeigt, wie gut die Pflegemitarbeiter des Heimes und die Rettungskräfte und zuständigen Stellen im Kreis zusammenarbeiten. Auch Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper zeigte sich zufrieden mit dem Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte. „Solche Einsätze werden regelmäßig geübt”, betonte er.
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